Im Gegensatz zum Stadtrat empfiehlt die Bildungskommission im Luzerner Stadtparlament den Antrag Gratis-ÖV für Kinder zur Annahme.
Luzern Verkehrsverbund
Busse der Verkehrsbetriebe Luzern AG oder VBL auf der Fahrt. - Keystone

Anders als der Stadtrat empfiehlt die Bildungskommission (Biko) des Luzerner Stadtparlaments, einen Antrag des Kinderparlaments zu überweisen. Dieses fordert einen kostenlosen oder deutlich günstigeren ÖV für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren in der Stadt Luzern.

Das Kinderparlament hatte diesen Antrag im letzten September beschlossen. Es machte geltend, dass Kinder- und Jugendliche auf den öffentlichen Verkehr angewiesen und die Jahresabonnemente teuer seien. Es sei wichtig, dass die Kinder früh selbständig und ohne umweltschädliche Elterntaxis unterwegs seien.

Stadtregierung gegen das Anliegen

Wie die Biko am Mittwoch mitteilte, habe sich eine knappe Mehrheit für den Antrag ausgesprochen. Den Ausschlag für die Empfehlung gegeben hätten die Ziele, die damit erreicht werden sollen und dass der Stadtrat einen gewissen Spielraum bei einer Überweisung habe.

Die Stadtregierung hatte sich Mitte März gegen das Anliegen gestellt. Auch der öffentliche Verkehr belaste das Klima und solle bewusst genutzt werden. Sie befürchte, dass bei einem Nulltarif der Bus zu oft benutzt werden könnte, auch für Strecken, die zu Fuss oder per Velo zu bewältigen wären.

Auch die Mehrheit der Biko-Mitglieder sieht einen komplett kostenlosen ÖV skeptisch. Mehr Zuspruch fände eine gezielte Unterstützung im Bedarfsfall.

Zugestimmt hat die Kommission zudem den beiden Sonderkrediten für die Sanierung und Erweiterung des Konzerthauses Schüür. 4,1 Millionen Franken werden für den Bau benötigt. 2,0 Millionen Franken entfallen auf den Gebrauchsleihvertrag und die Subventionsvereinbarung 2022-2026.

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