Auf dem Luzerner Bahnhofplatz entstehen keine neuen Busperrons. Der Kanton hat die Pläne, die auch eine Verbreiterung der Seebrücke beinhalteten, begraben. Als Übergangslösung könnten ab 2025 an der Pilatusstrasse neue Haltestellen geschaffen werden.

Mit zwei neuen Durchmesserlinien hatte der Kanton das ÖV-Angebot im Raum Luzern ausbauen wollen um dem Bevölkerungswachstum zu begegnen. 2015 nahm er die Planung auf für je zwei Durchmesserperrons pro Fahrtrichtung am Bahnhofplatz, damit dort die Busse nicht mehr wenden müssen.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse wurde unter anderem eine teilweise Verbreiterung der Seebrücke geprüft, um die Fussverbindungen erhalten zu können. Der Kanton habe nun aber entschieden, diese Planungen zu sistieren, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Die Planer begründen dies einerseits damit, dass auch mit einer verbreiterten Seebrücke die Verkehrssicherheit ungenügend wäre. Anderseits sei die Lösung mit rund 11 Millionen Franken zu teuer angesichts der beschränkten Nutzungsdauer. Denn es sei unklar, wie die Situation mit dem Durchgangsbahnhof rund um den Bahnhof aussehen werde.

Der Kanton will nun Sofortmassnahmen treffen, um dennoch weitere Durchmesserlinien zu ermöglichen. In erster Linie prüft er, ob eine Haltestelle in der Pilatusstrasse realisiert werden kann.

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