Im Kanton Luzern sind innert kurzer Zeit unüblich viele Magendarmerkrankungen aufgetreten. Um weitere Fälle zu verhindern, sucht der Kanton nun mögliche Ursachen. Befunde liegen derzeit noch keine vor.

Zur Häufung der Magendarmerkrankungen kam es im Raum Pfaffnau und Sempachersee. Diverse Betroffene hätten die Ärztin oder den Arzt aufgesucht, welche die Fälle schliesslich dem Kanton meldeten, teilte die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz am Donnerstag mit. Diese klärt die Fälle nun ab. Auch, um weitere Fälle zu verhindern.

Bislang seien im Raum Pfaffnau und Sempachersee je etwa 10 Personen bekannt, die deswegen zum Arzt gingen, liess der Luzerner Kantonschemiker gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF verlauten. Man gehe aber davon aus, dass es noch mehr seien, weil nur jene mit schweren Symptomen beim Arzt waren.

Als Auslöser kämen beispielsweise verunreinigtes Trinkwasser oder der Kontakt mit kontaminiertem Wasser in Frage, heisst es weiter. Gegenwärtig muss das Wasser in den Gemeinden Pfaffnau, Sulz bei Hitzkirch und in Reussboden vor der Verwendung abgekocht werden, weil es bakteriologisch verunreinigt ist.

Möglich sei ebenfalls, dass die Personen in Kontakt kamen mit Wasser, das mit Fäkalien kontaminiert war. Beispielweise beim Reinigen von vollgelaufenen Kellern. Auch Lebensmittel könnten eine Ursache sein, wie Arpagaus weiter sagen.

Derartige Magendarmbeschwerden seien in der Regel selbstlimitierend, heisst es weiter. Nur in seltenen Fällen, beispielsweise bei langanhaltenden oder sehr starken Symptomen, müsse ein Arzt aufgesucht werden.

Mehr zum Thema:

Lebensmittel Wasser Arzt SRF