Die Gebäudeversicherung Luzern (GVL) hat 2020 für so viele Sturm- und Hochwasserschäden aufkommen müssen wie selten in den letzten 20 Jahren. Weil es aber nur durchschnittlich oft brannte und die Kapitalerträge hoch waren, weist die öffentlich-rechtliche Anstalt dennoch einen Gewinn aus.
Stadt Luzern
Die Stadt Luzern. (Symbolbild) - Keystone

Die GVL bezeichnete in einer Mitteilung vom Dienstag das Schadensjahr 2020 als eines der schlechtesten der letzten zwei Jahrzehnte. Winterstürme hätten Gebäudeschäden von 11 Millionen Franken verursacht, Überschwemmungen im Sommer seien für Schäden in der gleichen Höhe verantwortlich gewesen.

Die Zahl der Elementarschadensfälle erhöhte sich gegenüber 2019 von 1654 auf 6746. Die Schadenssumme versechsfachte sich von 4,1 Millionen Franken auf 24,6 Millionen Franken. Das Feuer richtete 2020 in 494 Fällen Schäden in der Höhe von 13,5 Millionen Franken an. 2019 waren es 13,9 Millionen Franken gewesen, verteilt auf 552 Fälle.

Insgesamt erhöhte sich damit die Gesamtschadenssumme von 18 Millionen Franken auf 38,1 Millionen Franken. Nur vier Mal sei in den letzten 20 Jahren dieser Wert höher gewesen, teilte die GVL mit.

Dass es am Schluss finanziell dennoch aufging, liegt am Kapitalertrag. Dieser lag zwar im ersten Quartal wegen der Coronakrise mit 50 Millionen im Minus, zum Jahresende resultierte aber ein plus von 21,3 Millionen Franken, wie es im Geschäftsbericht hiess. Die GVL konnte damit einen Gewinn von 22,0 Millionen Franken ausweisen, dies gegenüber 33,6 Millionen Franken im 2019.

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