Die Konjunkturaussichten für die Luzerner Wirtschaft klaren für den Sommer auf. Industrie, Detailhandel und Gastgewerbe rechnen damit, dass sich die Geschäftslage bis September 2021 bessert, wobei die Lage für Wirte und Hoteliers weiterhin schlecht bleibt, wie Lustat Statistik Luzern am Dienstag mitteilte.
Stadt Luzern
Die Stadt Luzern. (Symbolbild) - Keystone

Die Aussagen von Lustat basieren auf Daten, die Anfang April erhoben wurden. Demnach gaben 4 von 5 Gastgewerbetriebe an, dass ihre Geschäftslage schlecht sei. Dies gilt vor allem für die Restaurants: mehr als 93 Prozent sprachen von einer schlechten Lage, bei den Hoteliers waren es 56 Prozent. Immerhin 28 Prozent der Hoteliers stuften die Situation als gut ein. Bei den Wirten waren es 0 Prozent.

Der Aufschwung, den zumindest ein Teil der Hoteliers verspürt, liegt auf einem tiefen Niveau. Die Zahl der Übernachtungen im März 2021 hat zwar gegenüber dem Lockdownmonat März 2020 um 39 Prozent zugenommen. Gegenüber März 2019 liegt der Wert aber immer noch um 54 Prozent im Minus.

Betten belegen können die Hotels vor allem dank Gästen aus der Schweiz. Die Zahl der Übernachtungen von Schweizer Gästen habe schon fast wieder das Niveau von 2019 erreicht, teilte Lustat mit. Die Zahl der Übernachtungen von chinesischen Gästen liege aber um über 99 Prozent unter dem Wert der Vorcoronazeit, die der amerikanischen Gäste um 98 Prozent.

Ganz anders ist die Situation im Luzerner Baugewerbe. Hier sprechen nur 4 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Die positive Einschätzung sei auf hohem Niveau stabil geblieben, teilte Lustat mit.

Eine Aufbruchstimmung registrierte Lustat im Industriesektor. Nach einem Aufschwung im ersten Quartal befinde sich die Geschäftslage hier wieder auf dem Niveau vom Sommer 2019.

Eine ähnliche Entwicklung scheint der Detailhandel durchzumachen. Diese Branche habe sich von der zweiten Coronawelle erholt, teilte Lustat mit. Insgesamt sei die Lage im April als befriedigend bezeichnet worden.

Allerdings sind grössere Läden mit mehr als 15 Angestellten weniger stark von den Einschränkungen getroffen worden als kleine Geschäfte. Bei letzteren falle die Lagebeurteilung schlechter aus, teilte Lustat mit.

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