Kanton Basel-Landschaft: Regierungsrat gibt Projekt «Standort Baselland» frei
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat die Umsetzung des Projekts «Standort Baselland» freigegeben.

Der Regierungsrat hat im Jahr 2025 das Projekt «Standort Baselland» zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Erhöhung der Resilienz der Baselbieter Wirtschaft ausgelöst. Die Kosten für Unternehmen sollen reduziert, administrative Hürden abgebaut und die Standortqualität verbessert werden. Unter Federführung der Standortförderung Baselland arbeitet ein interdirektionales Team unter Einbezug der Baselbieter Unternehmen am Projekt.
Der Regierungsrat hat heute die Projektumsetzung freigegeben. Im Frühjahr 2027 sollen konkrete Massnahme verabschiedet werden.
Die Zollpolitik und der Druck auf die Medikamentenpreise durch die USA, der weltweit zunehmende Protektionismus, die OECD-Mindeststeuer und andauernde Frankenstärke stellen die Baselbieter Wirtschaft unter erheblichen strukturellen Anpassungsdruck. Die vom Regierungsrat eingeleiteten Untersuchungen zu den Auswirkungen dieser Herausforderungen zeigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Baselbieter Wirtschaft aufgrund der Branchenstruktur und der hohen Exportorientierung stark betroffen ist. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Baselbieter Wirtschaft gegenüber strukturellen und konjunkturellen Ereignissen zu stärken, werden folgende strategische Stossrichtungen verfolgt.
Kostenentlastungen und Abbau administrativer Hürden
Die Unternehmungen sollen kostenseitig entlastet werden. Dazu werden insbesondere vorhandene Handlungsoptionen bei der Unternehmensbesteuerung ausgearbeitet und Möglichkeiten zur Senkung der Gebührenbelastung für Unternehmen aufgezeigt.
Weiter werden im Projekt zusammen mit der Wirtschaftskammer Baselland die geschäftsbezogenen Verwaltungsprozesse überprüft und unter Einbezug der Baselbieter Unternehmen Ideen für Anpassungen und Verbesserungen gesammelt. Ziel ist, wichtige Behördengänge zu vereinfachen und zu digitalisieren und damit innovative, kundenorientierte Services anzubieten. Bereits umgesetzte Projekte sind u.a. das 2025 lancierte digitale Wirtschaftsflächen-Dashboard, E-Tax BL zum elektronischen Ausfüllen der Steuererklärung, der digitale Lernfahrausweis und die Web-Applikation «E-Baugesuch».
Stärkung der Innovations-Ökosysteme und raschere Entwicklung der Wirtschaftsareale
Eine wesentliche Stossrichtung zur Verbesserung der Standortqualität sind der Auf- und Ausbau von Innovations-Ökosystemen verbunden mit der gezielten Entwicklung der Wirtschaftsareale. Das seit zehn Jahren äusserst erfolgreiche Life-Sciences-Ökosystem um den Switzerland Innovation Park Basel Area in Allschwil soll durch geeignete Massnahmen gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden.
Mit dem Zuzug der Straumann Group in den Innovationscampus «uptown
Basel» in Arlesheim ergibt sich die Möglichkeit, den traditionell starken Medizinaltechnik-Cluster im Baselbiet zu einem zweiten Innovations-Ökosystem zu entwickeln. Ausgehend von den beiden Polen Arlesheim mit der schweizweit einzigartigen IT-Infrastruktur bestehend aus Quantum Computing, Super Computer, Data
Center und IT-Anwendern sowie Allschwil mit dem Universitätsspital, dem Department of Biomedical Engineering und den Kooperationen mit dem Kantonsspital Baselland (KSBL) und der Fachhochschule Nordwestschweiz soll ein Med
Tech Innovation Hub mit internationaler Ausstrahlung entstehen. Schliesslich soll ein drittes Innovations-Ökosystem im Themengebiet Automatisierung/Feinmechanik mit Schwerpunkt in Pratteln aufgebaut werden.
Ergänzend hat der Regierungsrat bereits die Erarbeitung eines Entwicklungsschwerpunktprogramm (ESP) in Auftrag gegeben. Die Arbeits- und Entwicklungsgebiete im Kanton sollen kategorisiert und hinsichtlich ihrer Entwicklung priorisiert und mit klaren Zielsetzungen und Profilen in ihrer Entwicklung schneller vorangetrieben werden. Das ESP-Programm soll den organisatorischen und strategischen Rahmen schaffen.
Zentrales Element ist dabei die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinden, Grundeigentümerschaften und weiteren Partnern.






