Wie die Gemeinde Reigoldswil mitteilt, ist die Zukunft des Ortsmuseums durch den geplanten Umbau gesichert. Die Umgestaltung erfolgt in einigen Bereichen.
Gemeindezentrum in Reigoldswil mit Skulptur, «Ikarus» von Jakob Probst (1880-1966), nachdem auch der Platz vor dem Gemeindezentrum benannt ist.
Gemeindezentrum in Reigoldswil mit Skulptur, «Ikarus» von Jakob Probst (1880-1966), nachdem auch der Platz vor dem Gemeindezentrum benannt ist. - Nau.ch / Werner Rolli
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Die Rofra, ein Bauunternehmen aus Aesch, belegt einen Teil des Geländes des Dorfmuseums, um ihr Material für den Tiefbau zu lagern, aber nach einem Jahr wird alles instand gestellt wie zuvor. Die Johann-Rudolf-Plattner-Stiftung, die für die Gebäulichkeit des Ortsmuseums im Feld zuständig ist, konnte letztes Jahr das ganze Bauernhaus erwerben. Nun plant sie einen Umbau im Innern des Museums.

Für dessen Umgestaltung schaffen die «Schwob, Sutter, Architekten» aus Liestal ein Vorprojekt aus. Das alte Bauern- und Posamenterhaus war stets zweigeteilt. Mindestens zwei Familien bewohnten und bewirtschafteten das Gebäude über Jahrhunderte.

Nachdem Hans Bürgin seine Tiere weitergegeben, auch seinen Traktor verkauft hat und ins Alters- und Pflegeheim Moosmatt umgezogen ist, entschied sich der Stiftungsrat, die Wohnung zu erhalten. Die Mieter bringen Leben ins Museum und hoffentlich etwas Geld in die leere Stiftskasse.

Diese Änderungen sollen stattfinden

Neben dem Einbau einer Zwei- oder Vierzimmerwohnung mit einem ans heutige Leben angepassten Komfort erfahren vor allem das Tenn, die Ställe und der erste Dachstock einen Umbau. Im Tenn und in den Ställen ist ein grösserer Raum geplant, welcher der Öffentlichkeit auch für private Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll, und im ersten Stock ist eine Erweiterung des Museums für Ausstellungen vorgesehen nebst einem Raum für Sitzungen.

Auch sollten Besucher an Veranstaltungen nicht mehr frieren müssen. Letzten Endes geht es um die Zukunft des Museums, welche mit diesen Plänen gesichert wird.

Bevor der Umbau beginnt, laden die Stiftung und die Museumsgesellschaft die Bevölkerung ein, das «alte» Haus mit seinem sehenswerten Dachstock in seinem gegenwärtigen Zustand vollständig zu besichtigen. Es wird auch nach Museumsbegeisterten gesucht, die helfen können, die Baukosten zusammenzubringen.

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