Lenzburg AG: Mittelschule geht nach Windisch – Stadtrat enttäuscht
Der achte Aargauer Mittelschulstandort entsteht in Windisch. Der Stadtrat von Lenzburg AG nennt den Entscheid enttäuschend und erwartet Schadloshaltung.

Der Regierungsrat hat sich dazu entschieden, den achten Mittelschulstandort im Kanton Aargau am Standort Windisch und nicht in Lenzburg zu realisieren. Der Stadtrat nimmt den Entscheid des Kantons zur Kenntnis. Er kann nachvollziehen, dass der Regierungsrat angesichts der künftigen Entwicklung der Schülerzahlen jene Lösung wählen muss, die er langfristig als die beste erachtet.
Gleichzeitig ist der Entscheid für die Stadt Lenzburg enttäuschend. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren auf die gemeinsam mit dem Kanton vereinbarte Lösung verlassen, erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen investiert und ihre Planungsprojekte darauf ausgerichtet.
Der Stadtrat bedauert den Entscheid insbesondere vor dem Hintergrund der bisherigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Die Signale des Kantons waren während des gesamten Prozesses positiv. Auch die Aussage, wonach eine rasche Umsetzung von Vorteil sei, hat die Stadt ernst genommen.
Entsprechend hat sie ihre Arbeiten mit hoher Priorität vorangetrieben und andere Projekte teilweise zurückgestellt.
Für den Standort Lenzburg sprachen aus Sicht des Stadtrats gewichtige Argumente wie die schnelle Umsetzbarkeit und die tieferen Kosten. Es ist ärgerlich, dass trotz der Vorteile und der geleisteten Vorarbeiten die Stadt nicht zum Zug kommt. Auch in der Schulraumplanung wurde die vereinbarte Mittelschullösung berücksichtigt; es war für die Stadt keine realistische Option, den bestehenden Vertrag mit dem Kanton bei ihrer Planung ausser Acht zu lassen.
Stadt erwartet Schadloshaltung
Die vertraglichen Verpflichtungen galten dabei nicht nur für den Kanton, sondern ebenso für die Stadt. Wäre die Stadt vorzeitig aus den Vereinbarungen ausgestiegen, hätte sie mit finanziellen Konsequenzen beziehungsweise der Rückzahlung entstandener Kosten rechnen müssen. Für den Stadtrat ist deshalb klar, dass dieser Grundsatz auch umgekehrt gelten muss.
Die nächsten Schritte werden in enger Abstimmung erfolgen: Kanton und Stadt prüfen gemeinsam die Auswirkungen einer möglichen Auflösung des Vertrags. Der Stadtrat wird die Interessen der Einwohner- und der Ortsbürgergemeinde gegenüber dem Kanton konsequent vertreten. Der Stadtrat setzt sich für eine Lösung ein, welche die von der Stadt im Rahmen der gemeinsamen sichtigt.
Als Lichtblick des Entscheids des Regierungsrats wertet der Stadtrat, dass in Lenzburg nun Planungssicherheit herrscht für die eigene Schulraumplanung.










