Kanton Waadt: Weniger Trauben, mehr Konzentration – grosser Jahrgang erwartet

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    Lausanne,

    Im Kanton Waadt fiel die Weinlese 2026 klein aus. Dafür sind die Trauben so konzentriert und gesund, dass die Winzer einen grossen Jahrgang erwarten.

    Kanton Waadt
    Gemeindeverwaltung (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Die Weinlese 2026 begann früh, verlief ruhig und war von viel Sonnenschein begleitet. Im Kanton Waadt zeichnet sich ein sehr guter Jahrgang ab. Die Trockenheit hat zwar die Erntemengen reduziert, insbesondere bei den roten Trauben.

    Gleichzeitig sorgte sie jedoch für eine höhere Konzentration (Zucker/Aromen) in den Beeren. Die Trauben waren in einem ausgezeichneten Gesundheitszustand und wiesen hohe Zuckerwerte auf. Damit sind alle Voraussetzungen für einen grossen Jahrgang erfüllt.

    Nach einem heissen und trockenen Sommer begann die Weinlese im Kanton Waadt früh. Der Wassermangel wirkte sich direkt auf die Grösse der Beeren aus. Beim Chasselas lag das durchschnittliche Gewicht bei rund 2,2 Gramm. In den vergangenen Jahren waren es etwa 3 Gramm.

    Bei den roten Rebsorten ist der Unterschied noch deutlicher. Es gibt also weniger Saft, dafür aber mehr Konzentration.

    «Wir haben sehr hohe Zuckerwerte, insbesondere bei den roten Trauben. Das wird dichte und gehaltvolle Weine ergeben. Wenn wir die Vinifikation gut beherrschen, entstehen aus einer so aussergewöhnlichen Ernte Weine von hoher Qualität», erklärt Olivier Viret, Leiter des Kompetenzzentrums für Weinbau und Spezialkulturen des Kantons Waadt.

    Vielversprechende Rotweine

    Auch François Montet, Präsident des Waadtländer Winzerverbands FVV, zeigt sich begeistert. Die Erntemengen fallen zwar geringer aus, vor allem bei den roten Rebsorten, doch die Konzentration der Trauben ist beeindruckend. «Wir dürfen uns auf eine aussergewöhnliche Konzentration freuen. Es ist ein grossartiger Jahrgang», sagt er.

    Bei den Weissweinen liegen die Mengen näher an den erwarteten Erträgen. Gleichzeitig weisen sie hohe Mostgewichte auf. Besonders erfreulich ist auch der ausgezeichnete Gesundheitszustand der Trauben bei der Ankunft in den Kellereien.

    Es musste nur wenig aussortiert werden und die Weinlese konnte fast ohne Unterbrechungen unter sehr guten Bedingungen voranschreiten. «Was den Gesundheitszustand der Trauben betrifft, war es schlicht perfekt. Für mich war es eine ideale Weinlese», fasst François Montet zusammen.

    Ein willkommener Lichtblick

    «Was für eine Freude, Trauben von solcher Qualität einzukellern! Die Teams konnten unter optimalen Bedingungen arbeiten und sich ganz darauf konzentrieren, dieses aussergewöhnliche Ausgangsprodukt bestmöglich zur Geltung zu bringen», freut sich der Präsident des Branchenverbands der Waadtländer Weinwirtschaft.

    Ein Wort beschreibt den Jahrgang 2026 für ihn besonders treffend: «sonnenverwöhnt».

    «Nach mehreren schwierigen Monaten für die Branche kommt dieser von der Sonne verwöhnte Jahrgang genau zur richtigen Zeit. Ein Jahrgang von aussergewöhnlicher Qualität löst im aktuellen Umfeld zwar nicht alle Probleme, gibt uns aber dennoch einen guten Grund zur Freude!»

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