Der Geschichtenerzähler Christoph Simon war erneut zu Gast in Thunstetten-Bützberg mit seinem Programm «Der Suboptimist».
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Bühnenproduktion. (Symbolbild) - Pixabay

Adrett gekleidet, unverwechselbar leise und etwas scheu steht der Poet aus Bern mit seinem Programm «Der Suboptimist» auf der Bühne. Im Gepäck die Geschichten von drei Menschen, die im existentiellen Vacuum des Universums das Gute und Wahre suchen und das Leichte im irdischen Alltag finden.

Christoph Simons verhalten vorgetragene Geschichten besitzen Tiefe. Respektvoll und ab und an schmunzelnd vernimmt das Publikum die verworrenen, verstrickten und doch scheinbar so einfach zu lösenden Probleme der drei Menschen im VW Bus.

Die Geschichte handelt von einer Reise in einem VW Bus

Fäbu, der Fahrer des Künstlers, bleibt während des Auftrittes immer in seinem VW Bus sitzen und hört Pink Floid, dazu mit der Feile seine Hornhaut an den Füssen «bekämpfend». Fäbu lässt sich nie aus der Ruhe bringen, nicht vor Verkehrsampeln, die nie auf orange-grün wechseln, und auch nicht, als der VW Bus in den Bergen in einer Schneewand stecken bleibt.

Die Ärztin Gloria, die unbedingt mitfahren will, entpuppt sich zuerst als bodenhaftig, handwerklich begabt. Mit ihrem umwerfenden Parfum «Dior Sauvage» will sie den Überlebendwille stärken. Und animiert die beiden Mitfahrer zu philosophischen Denkansätzen. Wieder daheim trennt sie sich von ihrer Lebenspartnerin. Nun muss auch sie sich fragen «wär bi ig, wär wott ig si!» Der Geschichtenerzähler will ein guter Mensch werden und fühlt sich zum Lebensberater der Ärztin Gloria berufen. Ob das wohl gut ausgeht.

Christoph Simon entführt das Publikum in eine andere Welt

Die kluge Strategie von Christoph Simon, mit dem Publikum umzugehen, trägt erneut Früchte. Manch Eine, manch Einer fühlt sich mit den drei liebenswerten Antihelden aufs Tiefste verbunden. Es gelingt Christoph Simon, die Anwesenden in die eigene Gedankenwelt zu entführen, in eigene Alltagssorgen zu versticken.

Um ihnen dann zum Schluss mit einem wahren Feuerwerk an positiven Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wunderbar und einzigartig ein jeder Suboptimist gehaltvoll durchs Leben gehen, fahren, wandern oder sich tragen lassen kann. Christoph Simons Fanclub von Bützberg hat zugenommen. Viele haben den grossen Kleinkünstler ins Herz geschlossen, trotz der etwas aus der Mode gekommenen Kleidung.

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