Küssnacht (SZ)

Wärmewende: So heizt der Bezirk künftig sauber

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Küssnacht forciert den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme. Eine neue Energieplanung bietet Eigentümern Orientierung für klimafreundliche Sanierungen.

Die Altstadt der Gemeinde Küssnacht (SZ).
Die Altstadt der Gemeinde Küssnacht (SZ). - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie der Bezirk Küssnacht mitteilt, zeigt er auf, wie Gebäude künftig klimafreundlich beheizt werden können. Im Fokus stehen erneuerbare Lösungen, energetische Sanierungen und eine klare Energieplanung als Orientierung für Eigentümerinnen und Eigentümer.

Der Wärmesektor spielt eine zentrale Rolle beim Klimaschutz. Noch immer wird in der Schweiz rund jedes zweite Wohngebäude mit Öl oder Gas beheizt. Entsprechend gross ist das Potenzial, den CO2-Ausstoss zu senken.

Die Energie- und Klimastrategie von Küssnacht setzt deshalb auf den schrittweisen Ersatz fossiler Heizungen und fördert erneuerbare Alternativen. Jede ersetzte Anlage bringt das Ziel von Netto-Null-Emissionen bis 2050 näher.

Erneuerbare Heizsysteme im Fokus

Für viele Gebäude eignen sich Wärmepumpen, die Energie aus Luft, Boden oder Grundwasser nutzen. In dicht bebauten Quartieren bieten Holzheizungen oder Fernwärmenetze effiziente Lösungen, etwa mit regionalen Holzschnitzeln oder Abwärme. Auch Solarthermie kann zur Warmwasserbereitung beitragen und erneuerbare Systeme sinnvoll ergänzen.

Energetische Sanierungen senken den Wärmebedarf deutlich. Eine bessere Dämmung von Fassaden, Dächern und Fenstern reduziert den Heizenergieverbrauch um bis zu 60 Prozent. Gerade ältere Gebäude im Bezirk bieten hier grosses Potenzial und profitieren besonders von einem Umstieg.

Klare Planung schafft Orientierung

Der Bezirk stellt eine Energieplanung zur Verfügung, die für jedes Gebiet geeignete Lösungen aufzeigt. Sie unterscheidet zwischen Verbundgebieten mit Fernwärme und dezentralen Gebieten für Wärmepumpen. Die Energieplankarte und der Erläuterungsbericht bieten eine verlässliche Grundlage für Sanierungen und Neubauten.

Förderprogramme von Bund und Kanton sowie Energieberatungen erleichtern die Umsetzung. So entsteht schrittweise eine fossilfreie Wärmeversorgung, die das Klima schützt und die Abhängigkeit von importierter Energie reduziert.

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