Küssnacht (SZ)

Ebnet 1 und 2: Akuter Platzmangel bringt Schulen ans Limit

Bezirk Küssnacht
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Küssnacht,

Unterricht in Kochräumen und eingemietete Büros: In Küssnacht soll ein 31,78-Millionen-Projekt die anhaltende Raumnot an den Bezirksschulen beenden.

Sibylle Hofer, Marc Dahinden
Für Bezirksrätin und Schulpräsidentin Sibylle Hofer sowie Rektor Marc Dahinden sind die Sanierung und die Aufstockung des Ebnet 1 und 2 unausweichlich. - Bezirk Küssnacht

Die Bezirksschulen Küssnacht stossen an ihre Grenzen. Wie der Bezirk Küssnacht informiert, entscheidet die Bevölkerung mit der Abstimmung vom 14. Juni über die Ausgabenbewilligung von 31,78 Millionen Franken für die Aufstockung und den Umbau der Schulanlage Ebnet 1 und 2.

Schulpräsidentin Sibylle Hofer und Rektor Marc Dahinden erklären, warum eine Sanierung der Schulanlage unausweichlich ist und bereits heute der zusätzliche Schulraum dringend benötigt wird.

Das Schulhaus Ebnet 1 stammt aus dem Jahr 1977 und weist heute erhebliche bauliche Mängel auf. Zahlreiche technische Anlagen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Gleichzeitig entsprechen Brandschutz, Erdbebensicherheit und Energieeffizienz nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Bereits heute Platzmangel

Rektor Marc Dahinden bezeichnet die Sanierung als unausweichlich: «Die Bezirksschulen brauchen sichere Räume, die den heutigen Anforderungen entsprechen.» Auch Bezirksrätin und Schulpräsidentin Sibylle Hofer weist darauf hin, dass rund acht Millionen Franken der Vorlage ohnehin notwendige Sanierungen betreffen: «Mit dem Projekt werden bestehende Mängel behoben und die Gebäude fit für die nächsten Jahrzehnte gemacht.»

Die Bezirksschulen verfügen bereits heute über zu wenig Platz. Aktuell besuchen rund 1330 Schülerinnen und Schüler die Schulen im Bezirk. Seit Jahren fehlen Klassenzimmer, Gruppenräume sowie Räume für Förderangebote, Musikunterricht und Therapien.

Provisorien reichen nicht mehr aus

Provisorien auf der Chaspersmatte schaffen nur vorübergehend Entlastung. Marc Dahinden erklärt, die Bezirksschulen arbeiten seit Jahren am Limit und bräuchten dringend zusätzliche Räume für Unterricht und Betreuung. «Wir unterrichten teilweise auch andere Fächer in den Kochräumen und das Rektorat muss in eine gemietete Liegenschaft umziehen», so Marc Dahinden.

Sibylle Hofer hält fest, dass mit dem Ebnet 1 und 2 die erste zentrale Massnahme der Schulraumstrategie umgesetzt werde. Geplant sind flexible Schulräume für die Oberstufe, Räume für Logopädie und Psychomotorik und die Musikschule sowie eine moderne Aula und eine Erweiterung der ehemaligen «alten Bibliothek», die auch Vereinen und der Öffentlichkeit offensteht.

Vorausschauend planen

Umfangreiche Prognosen für die Schulraumstrategie zeigen, dass die Anzahl Schülerinnen und Schüler von 1330 in den nächsten 14 Jahren auf rund 1620 ansteigen wird. Diese Zahlen werden auch durch ein unabhängiges Fachunternehmen bestätigt.

Marc Dahinden ergänzt: «Mit der Aufstockung und dem Umbau des Ebnet 1 und 2 schaffen wir bereits längst benötigten Raum, um den Rückbau des Provisoriums Chaspersmatte voranzutreiben.» Zusammen mit den weiteren Massnahmen aus der Schulraumstrategie wird das Ebnet 1 und 2 über die zeitgemässe Sanierung hinaus in jedem Szenario für mindestens 30 Jahre ausreichend gross sein.

Für nachfolgende Projekte könne sich das Bauvolumen gemäss Marc Dahinden zudem laufend an die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung anpassen. Sibylle Hofer fügt hinzu: «Der Bezirk plant die Massnahmen immer mit Augenmass. Beim Schulraum sind aber keine weiteren provisorischen Lösungen mehr verantwortbar.»

Investition in die Bildung

Mit dem Projekt entsteht mehr als zusätzlicher Schulraum. Die Schulanlage Ebnet entwickelt sich weiter zu einem modernen Bildungscampus. Flexible Lernräume, eine multifunktionale Aula und neue Begegnungsorte schaffen Raum für Unterricht, Musik, Therapien und das Vereinsleben.

Marc Dahinden ist überzeugt, dass gute Lernbedingungen nicht nur zeitgemäss, sondern auch entscheidend für den schulischen Erfolg auf verschiedenen Ebenen seien. Nicht zuletzt würde dadurch auch der Arbeitgeber attraktiver, was sich positiv auf die Bildungsqualität auswirkt.

Sibylle Hofer unterstreicht zudem, dass Investitionen in die Bildung immer Investitionen in die Zukunft des ganzen Bezirks seien. «Gute Bildung muss uns etwas wert sein.» Mit der Aufstockung und dem Umbau der Schulanlage des Ebnet 1 und 2 schafft der Bezirk die Grundlage für eine moderne und leistungsfähige Schule für die jetzige und kommende Generationen.

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