Meilenstein für Region: Greppen und Weggis genehmigen Fusion
Die Gemeinderäte von Greppen und Weggis haben den Fusionsvertrag verabschiedet. Am 8. März 2026 entscheiden die Stimmberechtigten über den Zusammenschluss.

Umfassende Abklärungen, erfolgreiche Verhandlungen mit dem Kanton und gut besuchte Informationsveranstaltungen, schreibt die Gemeinde Weggis. Die Gemeinderäte von Greppen und Weggis haben eine intensive Zeit hinter sich und nun einen Meilenstein der Fusionsverhandlungen erreicht: die Genehmigung des Fusionsvertrages.
Rund ein Jahr lang haben sich die Gemeinden intensiv mit der Fusion beschäftigt. Über 200 Fragestellungen wurden geprüft und die Erkenntnisse in einem 90-seitigen Schlussbericht festgehalten.
Darauf basierend wurde der Fusionsvertrag entworfen, der den Zusammenschluss regelt. Nun haben die Exekutiven beider Gemeinden das Vertragswerk genehmigt. Das letzte Wort dazu haben die Stimmberechtigten: sie werden am 8. März 2026 darüber abstimmen.
Was sich ändert – und was bleibt
Die Inhalte des Vertrages sind seit den Informationsveranstaltungen im vergangenen Oktober bekannt. Für die heutige Gemeinde Weggis ändert sich wenig, da im Wesentlichen deren Regelungen übernommen werden.
Für den zukünftigen Ortsteil Greppen bedeutet die Fusion eine Reduktion der Steuern auf den tieferen Weggiser Satz. Weiter regelt der Vertrag unter anderem, dass die fusionierte Gemeinde Weggis heissen wird sowie der Verwaltungsstandort und das Weggiser Verwaltungsmodell bestehen bleiben.
Beibehalten wird auch das heutige System der Gemeindeversammlung. Auf eine Sitzgarantie im Gemeinderat für den Ortsteil Greppen wird verzichtet. Die Wahl des Gemeinderates der fusionierten Gemeinde erfolgt im September 2026.
Fusion auf Augenhöhe
Für Vereine wird nach der Fusion während fünf Jahren die gleiche Unterstützung wie heute zugesichert. Gemeindeeigene Liegenschaften stehen wie heute allen Vereinen kostenlos zur Verfügung.
Die Schulen werden organisatorisch zusammengelegt, aber die heutigen Standorte und die jeweiligen Schulmodelle beibehalten. An der gemeinsamen Sekundarschule ändert sich nichts. Die in beiden Gemeinden laufenden Ortsplanungen werden je einzeln abgeschlossen – eine gemeinsame Planung erfolgt mit einer kommenden Revision in rund 10 bis 15 Jahren.
Gemeindepräsident Roger Dähler (Weggis) und Gemeindepräsidentin Claudia Bernasconi (Greppen) sind stolz auf das Erreichte. Der Fusionsprozess sei konstruktiv und auf Augenhöhe verlaufen.
Wegweisender Schritt für Verwaltung und Region
Die Fusion werde «dazu beitragen, eine starke Gemeinde zu schaffen, die für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet ist.». Das schaffe Stabilität, stärke die regionale Position und erlaube eine breitere Verteilung von Kosten und Aufgaben.
Der Fachkräftemangel sei zu einem ernsthaften Problem geworden, dem mit dem Zusammenschluss mit der grösseren Weggiser Verwaltung Rechnung getragen werden kann.
Beide bedanken sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, die mit ihrem Wissen und ihrem Einsatz zum Gelingen der Vertragsverhandlungen beigetragen haben und beim externen Projektleiter Patrick Deicher (BDO), der den Prozess geleitet und zielsicher zum Abschluss gebracht hat.
Umsetzung der Fusion zum 1. Januar 2027
Nun gilt es, die Bevölkerung vom eingeschlagenen Weg zu überzeugen. Beide Gemeinden bieten Sprechstunden mit den Präsidien an. Im Vorfeld der Abstimmung werden Orientierungsversammlungen stattfinden und am Abstimmungssonntag wird bei Bekanntgabe des Abstimmungsresultats ein Apéro für die Öffentlichkeit angeboten.
Stimmen beide Gemeinden der Fusion zu, so wird diese per 1. Januar 2027 umgesetzt. Es wäre die 21. Fusion im Kanton Luzern seit Beginn der Gemeindereform im Jahr 2004. Die Zahl der Gemeinden würde sich auf 78 verringern.










