Weggis

Invasiver Kirschlorbeer bedroht heimische Wälder

Nau.ch Lokal
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Küssnacht,

Die Gemeinde Weggis warnt vor der Ausbreitung des invasiven Kirschlorbeers in den Wäldern und ruft zu konsequenter Bekämpfung und korrekter Entsorgung auf.

Blick auf die Gemeinde Weggis. - Kanton Luzern
Blick auf die Gemeinde Weggis. - Kanton Luzern - Nau.ch / Simone Imhof

Die Umweltkommission macht auf die zunehmende Ausbreitung des Kirschlorbeers in den Wäldern aufmerksam. Wie die Gemeinde Weggis mitteilt, gilt die ursprünglich aus Asien stammende Pflanze als invasiver Neophyt und bedroht die heimische Flora.

Besonders in siedlungsnahen Waldgebieten breitet sich der immergrüne Strauch zunehmend aus und erschwert die natürliche Verjüngung des Waldes. Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist vielen als beliebte Gartenhecke bekannt.

Mit seinen glänzenden, lederartigen Blättern, den weissen Blüten im Frühling und den schwarzen Früchten im Sommer wird er häufig als Sichtschutz gepflanzt. Doch genau diese Eigenschaften machen ihn problematisch: Die Pflanze wächst sehr dicht, verdrängt andere Arten und bietet Insekten kaum Nahrung.

Verbreitung eindämmen

Ein weiteres Problem ist die Verbreitung der Pflanze in der Natur. Häufig gelangt der Kirschlorbeer durch illegal entsorgtes Gartenmaterial in Wälder und Grünräume. Zudem fressen Vögel die schwarzen Früchte und verbreiten die Samen weiter.

Da der Kirschlorbeer sehr dicht wächst, verdrängt er einheimische Arten und stellt insbesondere im Schutzwald auch ein Sicherheitsrisiko dar. Die Umweltkommission weist darauf hin, dass Kirschlorbeer im Garten grundsätzlich kein Problem darstellt, sofern er richtig gepflegt wird.

Empfohlen wird, Hecken und Sträucher nach der Blüte konsequent zurückzuschneiden und sämtliche Blütenstände zu entfernen. Wichtig sei ausserdem die korrekte Entsorgung des Schnittmaterials. Dafür stehen kostenlose orange Neophytensäcke zur Verfügung, die beim Ökihof bezogen und der Kehrichtabfuhr mitgegeben werden können.

Bekämpfung und Ersatz des Kirschlorbeers

Wer den Pflegeaufwand reduzieren möchte, sollte die Pflanzen vollständig entfernen. Dabei ist zu beachten: Kirschlorbeer treibt häufig erneut aus, weshalb Nachkontrollen notwendig sind. Zudem dürfen abgeschnittene Äste nicht liegen bleiben, da sie leicht neue Wurzeln bilden können.

Als umweltfreundliche Alternativen empfiehlt die Umweltkommission einheimische Pflanzen wie Liguster, Hainbuche, Eibe oder Buchs. Um die Ausbreitung einzudämmen, wurde im Auftrag der Umweltkommission Weggis eine Neophyten-Einsatzgruppe gegründet.

Diese befreit regelmässig öffentliche Waldflächen vom Kirschlorbeer. Gleichzeitig werden auch private Waldbesitzer dazu aufgerufen, ihre Wälder regelmässig zu kontrollieren und invasive Pflanzen konsequent zu entfernen.

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