In einem kämpferischen Spiel ringt der FC Küssnacht um Kontrolle und muss sich mit einem 2:2 Unentschieden zufriedengeben.
Küssnachter
Die Küssnachter Fussballer sind nach dem Ausgleich bedient. - FC Küssnacht

Aus neutraler Perspektive versprach die Begegnung sehenswert zu werden. Beide Teams wiesen bis anhin gute Offensiven, aber eben auch jede Menge Gegentore auf. Doch das Spiel begann mit ganz gewöhnlichem Abtasten.

In der achten Minute fiel das erste Tor des Abends, auf denkbar kuriose Art und Weise. Ein Eckball des FCK schlingerte durch den Gästestrafraum und wurde schliesslich aufs Tor abgelenkt. Es war kaum Druck hinter dem Ball, doch Gäste-Keeper Jan Staffelbach hatte schlechte Sicht, konnte erst spät reagieren und liess den Ball dadurch unglücklich ins eigene Tor klatschen.

Zähe erste Hälfte

Wer nach dem frühen Tor auf ein Torspektakel hoffte, wurde enttäuscht. Beide Teams verhielten sich taktisch äusserst disziplinert und fokussierten sich vor allem auf die Defensive. Spielerisch fanden beide Teams, obwohl begabt, kaum Lösungen.

Das Spiel wurde mehr und mehr über Zweikämpfe geführt, wo beide Teams sich auf Augenhöhe begegneten. Zehn Minuten vor der Pause wurde Sursee schliesslich offensiv etwas bemühter und kam zu einigen Abschlüssen. Wirklich zwingend war aber keine dieser Möglichkeiten. Das Heimteam verhielt sich weiterhin abwartend und auf Konter lauernd. Doch auch die Küssnachter fanden offensiv nicht wirklich statt.

Drama in der Schlussphase

Pausenführungen und der FCK, das war in der Vergangenheit oft eine komplizierte Beziehung. Die Kunz-Elf, bemüht das zu ändern, wurde offensiver und übernahm die Initiative. Der FC Sursee wurde nach und nach mehr in die eigene Hälfte gedrängt und liess einige gefährliche Abschlüsse zu.

Dabei wurde auch Marco Stadler im Sechzehner von den Beinen geholt, doch der Schiedsrichter entschied auf Schwalbe, was für grosses Unverständnis beim FCK sorgte. Sursee setzte aus Mangel an Alternativen auf lange Bälle, von denen einer schliesslich sein Ziel fand und Jarno Ineichen den Ausgleich besorgte. Nun verschwanden auch die letzten Überbleibsel des Rasenschachs aus der ersten Hälfte und der FCK warf noch einmal alles nach vorne.

In der 85. Minute schlug das Heimteam durch Roberto Tarzia zurück und ging wieder in Führung. Es sah so aus, als könnte auch der FC Küssnacht sich einmal eines „Luck Punch“ erfreuen, doch das Spiel war noch nicht zu Ende. Nach einem Standard des FC Sursee in der Nachspielzeit fiel ein Spieler des Gäste-Teams im Strafraum.

Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter. In Minute 90+2 schlug der Ball im Netz ein und entriss den Küssnachter Fussballern den Sieg in letzter Sekunde.