Horw

Trinkwasser: Netzzusammenschluss stärkt Versorgungssicherheit

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Kriens,

Horw plant einen Zusammenschluss des Trinkwassernetzes mit Energie Wasser Luzern (EWL). Dafür ist ein Sonderkredit von 1,8 Millionen Franken notwendig.

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Trinkwasser - Keystone

Wie die Gemeinde Horw berichtet, plant sie einen Zusammenschluss des Trinkwassernetzes mit Energie Wasser Luzern (EWL). Dafür ist ein Sonderkredit von 1,8 Millionen Franken notwendig.

Das Trinkwasser für Horw stammt grösstenteils aus dem Vierwaldstättersee. Für einen Notbetrieb gibt es heute Netzzusammenschlüsse mit EWL und der Gemeinde Hergiswil.

Aber: Eine Trinkwasserversorgung für Horw wäre in Notsituationen nicht komplett gewährleistet, nur ein Teilausfall könnte kompensiert werden. Ebenfalls ist die invasive Quaggamuschel im Vierwaldstättersee ein Risiko für die bestehende Wasserversorgungsanlage und kann deren Funktion beeinträchtigen.

Zum Schutz der Anlage werden Anpassungen an der Wasserfassung, der Seewasserleitung und am Pumpwerk Krämerstein notwendig. Auch deshalb wird ein leistungsfähiger Netzzusammenschluss notwendig.

EWL ist ein idealer Partner

Dafür bietet sich ein Netzzusammenschluss mit EWL am Standort Waldegg an: Einerseits, weil EWL über ein äusserst leistungsfähiges Trinkwassernetz verfügt und andererseits, weil deren Versorgungssicherheit auf See-, Quell- und Grundwasser abgestützt ist.

Mit dem Netzzusammenschluss erfüllt die Gemeinde zudem eine bundesrechtliche Vorgabe, wonach jede Wasserversorgung über eine zweite, unabhängige Bezugsquelle verfügen muss.

Das wird gebaut

Neben der Verbindung der beiden Trinkwassernetze wird eine Druckerhöhungsanlage (DEA) in der Waldegg zwischen der Kantonsstrasse und dem Chäppeliweg gebaut. Diese besteht im Wesentlichen aus zwei Pumpen, die das Trinkwasser von Netz zu Netz befördern und dabei den unterschiedlichen Netzdruck ausgleichen.

Der Wasseraustausch wird damit in beide Richtungen möglich und der aufgebaute Druck ist ausreichend, um die Reservoire zu befüllen.

Der Standort liegt auf der gemeindeeigenen Parzelle und wurde nach sorgfältiger Prüfung als technisch sinnvollste Lösung ausgewählt. Geplant ist eine unterirdische Anlage, die von aussen kaum sichtbar sein wird.

Die Oberfläche wird begrünt und in die Umgebung integriert. Während der Bauzeit kann es punktuell zu Verkehrseinschränkungen auf der Kantonsstrasse und dem Chäppeliweg kommen. Fussgängerinnen und Fussgänger werden sicher umgeleitet.

Einwohnerrat entscheidet über den Sonderkredit

Der Einwohnerrat wird sich am 26. März mit dem Sonderkredit für die neue Druckerhöhungsanlage in der Höhe von rund 1,8 Millionen Franken befassen. Wenn alles nach Plan läuft, kann mit dem Bau der Druckerhöhungsanlage im Herbst/Winter 2026 begonnen werden.

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