Wie die Gemeinde Kriens berichtet, wurde die «Chlöpfer-Statue» von Raphaele Raffaelli renoviert und der Gallizunft zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum geschenkt.
Ausblick über Kriens.
Ausblick über Kriens. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Vor der Gallihalle am Fusse des Sidhalden-Quartiers endet die Reise der grossen «Chlöpfer-Statue»: Die Stadt Kriens schenkt das Kunstobjekt aus einheimischem Schaffen der Gallizunft zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum. Es ist eine Reverenz ans Krienser Brauchtum, zu deren Erhalt die Zunft auch in der «Stadt Kriens» viel leistet.

Seit die Krienser Galli-Zunft im Jahr 1998 die Gallihalle am Fusse des Krienser Krienser Schattenbergs bezogen hat, steht am Eingang zur Halle ein Kunstwerk: Der «Geisslechlöper» des Krienser Bildhauers und Künstlers Raphaele Raffaelli.

Der 1917 in Kriens geborene Kulturförderer (er war in der Zeit des zweiten Weltkriegs auch Präsident und Regisseur der Krienser Theaterorganisation «Bunte Bühne Kriens») hatte die Skulptur der Gemeinde geschenkt. Dort hatte Raffaelli einen grossen Teil seines Lebens verbracht, ehe er im Jahr 1977 in Hergiswil starb.

Bronze-Skulptur einst auf dem Pausenplatz des Kirchbühlschulhauses

Die Gemeinde Kriens hatte die Bronze-Skulptur einst auf dem Pausenplatz des Kirchbühlschulhauses aufgestellt. Die Bronzefigur sollte im öffentlichen Raum an diese auch in Kriens gepflegte Tradition erinnern.

Schon bald aber zeigte sich, dass die teils filigrane Bildhauerkunst insbesondere bei der Geissel dem Zahn der Zeit Tribut zollte. Dazu war die Skulptur auf dem Pausenplatz auch oft als Spiel- und Klettergerät missbraucht worden, weshalb einzelne Teile mehr oder weniger originalgetreu und fachgerecht «geflickt» werden mussten.

Umzug zum Schutz des Werkes

Um das Kunstwerk zu schützen, wurde es 1998 vom Kirchbühlschulhaus entfernt und erhielt am Eingangstor zur Gallihalle einen neuen Platz. Die Statue war dort wesentlich geringeren äusseren Einflüssen ausgesetzt.

Beim Kirchbühlschulhaus wurde als Ersatz dafür im Rahmen der Gesamtsanierung im Jahr 2017 eine Mini-Version aufgestellt, deren Figur in Plexiglas geschützt ist.

Aus der einstmaligen «Leihgabe» der Stadt wurde jetzt ein Geschenk. Denn der Stadtrat hatte bereits 2019 beschlossen, der Zunft die Statue zu schenken. Anlass der Schenkung ist das 100jährige Jubiläum, das die Zunft im Jahr 2022 feiern wird.

Die Schenkung soll exemplarisch das grosse Engagement der Zunft für den Erhalt des Brauchtums in Kriens würdigen. Dieses lebt auch in Kriens als Stadt ganz offensichtlich weiter. Die Zunft leistet dazu einen grossen Beitrag.

Fachmännisch restauriert

Die Statue wurde unter der Leitung des Architekten und früheren CVP-Einwohnerrates Peter Schönenberger inzwischen fachmännisch restauriert. Die Gallizunft trug die Restaurierungskosten.

Rechtzeitig zum Amtsantritt des Jubiläumsjahr-Gallivaters Markus Hartmann wurde der Chlöpfer wieder vor der Gallihalle platziert. Die formelle Übergabe durch den Stadtrat ist im Rahmen der offiziellen Jubiläumsfeierlickeiten geplant.

Ob es bei diesem Standort bleibt, soll die Zukunft weisen. Denn es gibt verschiedene Ideen, den Vorplatz der Gallihalle aufzuwerten. Dabei könnte die frisch renovierte Statue dereinst einen prominenteren Platz erhalten.

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