Die Gemeinde Horw trennt an der Kastanienbaumstrasse Niederschlagswasser vom Schmutzwasser ab. Die Bauarbeiten starten Ende September 2021.
Bauhelm
Mehrere farbige Bauhelme hängen an einer Ziegelwand. - Pixabay

Wie die Gemeinde Horw berichtet, trennt die Gemeinde Horw an der Kastanienbaumstrasse Niederschlagswasser vom Schmutzwasser ab. Die Bauarbeiten starten Ende September 2021 und dauern voraussichtlich rund vier Monate.

Niederschlagswasser ist in der Regel sauber und kann direkt einem Gewässer zugeführt werden. Regenwasser soll deshalb nicht in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) geleitet werden.

Das ist das primäre und nachhaltige Ziel des generellen Entwässerungsplans der Gemeinde Horw. Das Horwer Abwasser wird über zahlreiche Pumpwerke zur Luzerner Allmend gepumpt und fliesst von da weiter bis zur ARA Buholz in Emmen.

Neues Trennsystem

An der Kastanienbaumstrasse fliessen bisher Schmutzwasser und Regenwasser ins gleiche Kanalisationsrohr. Nun wird ein separater Kanal erstellt, der das Niederschlagswasser aufnimmt und vom Schulhaus Mattli über zirka 230 Meter bis zur Dornimatte leitet. Dort besteht bereits ein Trennsystem, das Regenwasser in den Althausbach führt.

Damit das Leitungsnetz in der Dornimatte und anschliessend der Althausbach nicht überlastet wird, hat der neue Regenwasserkanal eine Besonderheit: Er ist zugleich ein Zwischenspeicher.

Auf einer Länge von 108 Metern beträgt der Innendurchmesser ganze 80 Zentimeter. Das Regenwasser wird über die Dauer eines Regenereignisses gestaut und fliesst gedrosselt ab. Diesen Vorgang nennt man Retention. Er dient der Minderung von Abflussspitzen in Gewässer oder Kanäle.

Vorteile für alle Beteiligten

Mit dem neuen Trennsystem ist es möglich, eine versiegelte Fläche von rund 1850 Quadratmetern vom Mischwasserkanal abzutrennen. Das entlastet die ARA, das Kanalisationsnetz sowie die Schmutzwasserpumpwerke.

Es wird weniger Energie für das Pumpen von Niederschlagswasser aufgewendet werden müssen. Darüber hinaus steht das neue Trennsystem zukünftig den angrenzenden Grundstücken als nachhaltige Infrastruktur zur Verfügung.

Halbseitige Sperrungen

An der Kastanienbaumstrasse wird vom Gmües Mattli bis zur Dornimatte eine etappenweise halbseitige Sperrung während der Bauzeit vorgenommen. Der Verkehr wird voraussichtlich mittels Lichtsignalanlage geregelt.

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