HC Kriens-Luzern

27:38-Niederlage: Rhein-Neckar Löwen zu stark für HCKL

Nau.ch Lokal
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Kriens,

Beim Heimdebüt von Trainer Andy Schmid verlor der HC Kriens-Luzern 27:38 gegen die Rhein-Neckar Löwen. Nach der Pause setzten sich die Gäste klar durch.

HC Kriens-Luzern
Der HC Kriens-Luzern ist ein Handballverein aus Kriens bei Luzern. Die Krauerhalle ist die Heimspielstätte des Vereins. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Wie der HC Kriens-Luzern berichtet, verliert das Team die Hauptprobe gegen die Rhein-Neckar Löwen trotz starker erster Halbzeit. Es war ein besonderer Abend mit über 3000 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Pilatus Arena.

Zum ersten Mal präsentierte sich der neue HCKL vor heimischem Publikum, zum ersten Mal stand Andy Schmid als Cheftrainer der Blauweissen an der Seitenlinie in Kriens, und mit Nikola Bilyk, Lukas Herburger, Justin Müller, Kristian Pilipovic und Moreno Car feierten gleich mehrere Neuzugänge ihren ersten Auftritt vor den eigenen Fans.

Auch neben dem Spielfeld bot die Saisoneröffnung emotionale Momente. Vor der Partie wurde Gino Steenaerts, der vor seiner Zeit bei den Löwen das HCKL-Trikot getragen hatte, offiziell verabschiedet.

Der Rechtsaussen der Rhein-Neckar Löwen wurde in Kriens herzlich empfangen und durfte nochmals spüren, welchen Stellenwert er beim HC Kriens-Luzern weiterhin besitzt.

Sipic verlängert bis 2030

Für ein weiteres Highlight sorgte der HCKL bereits vor dem Anwurf. Marin Sipic hat seinen Vertrag beim HC Kriens-Luzern bis 2030 verlängert. Verkündet wurde die Verlängerung auf besondere Art: Der Vertrag von Sportchef Nik Tominec wurde in einem Mini-Oldtimer im Stil von Herbie auf das Spielfeld gefahren und anschliessend offiziell übergeben.

Damit bleibt eine zentrale Figur der Blauweissen und neu auch unser Captain langfristig beim Schweizer Meister. Sipic steht für Präsenz, Emotion und Identifikation, auf dem Feld wie auch daneben.

Erste Halbzeit auf Augenhöhe

Sportlich entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine Partie auf Augenhöhe. Der HCKL hielt gegen das Team aus der Bundesliga gut dagegen, fand im Angriff Lösungen und zeigte phasenweise genau jene Klarheit, welche sich Andy Schmid für den Abschluss der Vorbereitung gewünscht haben dürfte.

Die Rhein-Neckar Löwen präsentierten sich wie erwartet mit hoher individueller Qualität, doch Kriens-Luzern blieb lange dran und verlangte dem deutschen Spitzenteam einiges ab. Tempo, Intensität und Zweikampfhärte waren früh auf hohem Niveau, und die gut besuchte Pilatus Arena erhielt einen ersten Eindruck davon, welches Potenzial in dieser neuen HCKL-Mannschaft steckt.

Löwen bestrafen Fehler konsequent

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus Deutschland dann zunehmend stärker. Die Löwen erhöhten die Kadenz, nutzten technische Fehler und ungenaue Abschlüsse der Blauweissen konsequent aus und bauten ihren Vorsprung Schritt für Schritt aus.

In dieser Phase zeigte sich die Klasse des Bundesligisten deutlich. Kriens-Luzern fand nicht mehr gleich stabil in die eigenen Abläufe wie noch vor der Pause, während die Rhein-Neckar Löwen mit viel Tempo und Effizienz jeden Ballgewinn bestraften. So wuchs die Differenz bis zur Schlusssirene auf elf Tore an.

Trotz der Niederlage nimmt der HCKL wertvolle Erkenntnisse aus dieser Hauptprobe mit. Gegen einen Gegner dieses Formats werden Fehler sofort sichtbar, genau solche Spiele helfen jedoch, Abläufe zu schärfen und vor dem Meisterschaftsstart die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Schelker als Man of the Match ausgezeichnet

Ein besonders schöner Moment gehörte Jonas Schelker. In seinem ersten Heimspiel nach langer Verletzungspause wurde der Rückraumspieler zum Man of the Match ausgezeichnet. Seine Rückkehr auf das Parkett der Pilatus Arena war für alle ein absolutes Highlight.

Nun gilt der Fokus voll dem Meisterschaftsstart. Am kommenden Mittwoch beginnt für den HC Kriens-Luzern die neue QHL-Saison mit dem Heimspiel gegen Pfadi Winterthur. Dann geht es wieder um Punkte. Dann braucht der HCKL die volle Unterstützung der Innerschweiz.

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