Kreuzlingen erzielt Überschuss statt Defizit
Die Stadt Kreuzlingen schliesst 2025 mit 2,5 Millionen Franken Überschuss ab. Das Parlament verlängert zudem den Ein-Franken-Bus bis 2028.

Wie die Stadt Kreuzlingen mitteilt, schliesst die Erfolgsrechnung der Stadt anstatt eines budgetierten Defizits von 3,1 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 2,5 Millionen Franken ab.
Der Hauptgrund für das positive Rechnungsergebnis erklärt sich aufgrund höherer Steuererträge (4,2 Millionen Franken) bei natürlichen und juristischen Personen. Zum besseren Ergebnis trug auch die Abnahme der Veranlagungsrückstände bei.
Bei einer Gegenstimme hiess das Parlament die Jahresrechnung 2025 der Stadt Kreuzlingen gut und damit auch den Antrag, den Ertragsüberschuss von 2,5 Millionen Franken auf die neue Rechnung vorzutragen.
Rechnung von Energie Kreuzlingen genehmigt
Auch die Jahresrechnung 2025 von Energie Kreuzlingen schliesst mit 0,9 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Sie weist jedoch einen Aufwandüberschuss von 352'000 Franken aus, der grösstenteils auf die Sparte Wasser zurückzuführen ist.
Die Nettoinvestitionen von 12,1 Millionen Franken betreffen massgeblich das neue Betriebsgebäude. Dabei entfallen 3'165'000 Franken auf das Grundstück und 993'000 Franken auf die Planung.
Das Baugesuch soll noch diesen Sommer eingereicht werden. Das Parlament hiess die Rechnung von Energie Kreuzlingen mit 25 Ja- zu 7 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen gut.
Parlament verlängert Versuch mit Ein-Franken-Bus
Engagiert beriet das Gemeindeparlament anschliessend das Kreditbegehren für eine Verlängerung der Subventionen für den Ein-Franken-Bus (Zone 256) für die nächsten zwei Jahre (2027 und 2028) mit einer zusätzlichen jährlichen Kostenfolge von voraussichtlich 920'000 Franken. Um den Ein-Franken-Bus definitiv einzuführen, ist eine Volksabstimmung notwendig.
Weil aktuell nur die Auswertungen über zwei Jahre vorliegen, wird der Versuch bis ins Jahr 2028 verlängert. Das Gemeindeparlament folgte dem Kreditbegehren mit 35 Ja- zu 2 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen.
In der Folge behandelte das Parlament die Motion «Einführung einer Stellvertreterregelung für den Gemeinderat Kreuzlingen», die Gemeinderätin Eva Dal Dosso (Die Mitte) mit 24 Mit-unterzeichnenden im September 2025 einreichte.
Obwohl der Stadtrat den Wunsch einer Stellvertreterregelung nachvollziehen kann, sieht er den Aufwand dafür nicht gerechtfertigt und verweist unter anderem auf die Suppleanten, die bereits heute die Kommissionsarbeit bei Abwesenheit einzelner Mitglieder sicherstellen. Nach einer intensiven Diskussion hiess der Gemeinderat die Motion jedoch mit 27 Ja- zu 11 Nein-Stimmen als erheblich.
Parlament lehnt Bargeld-Vorstoss im Bus ab
Ebenfalls zur Ablehnung empfahl der Stadtrat das Postulat «Stadtbus Kreuzlingen – Ticketkauf im Bus mit Bargeld», das Gemeinderat Stefan Klauer (SVP) mit 23 Mitunterzeichnenden im November 2025 einreichte. Der Stadtrat wies unter anderem auf die Möglichkeit hin, Tickets wie beispielsweise Mehrfahrtenkarten an diversen Verkaufsstellen mit Bargeld zu erwerben.
Zudem steht mit der von Alliance SwissPass neu lancierten Prepaidkarte eine Alternative zu digitalen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit 22 Nein- zu 13 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen folgte das Parlament dem Stadtrat und lehnte das Postulat ab.
Aufgrund des Rücktritts von Gemeinderat Stefan Klauer (SVP) hiess das Parlament die Ersatzwahl diskussionslos gut. Neu vertritt seine Nachfolgerin Monika Semeraro (SVP) die Einbürgerungskommission als Mitglied und als Suppleantin die Kommission Allgemeines und Administration. Zudem wurden sämtliche Einbürgerungsgesuche diskussionslos genehmigt.










