Budget 2026 rechnet mit deutlichem Minus
Kirchberg SG schliesst 2026 mit einem Aufwandüberschuss von rund zwei Millionen Franken. Der Steuerfuss soll trotz Defizit unverändert bei 120 Prozent bleiben.

Wie die Gemeinde Kirchberg SG mitteilt, wird an der Bürgerversammlung vom 27. März 2026 nebst den Rechnungen 2025 auch das Budget 2026 behandelt. Der Gemeinderat geht von einem Aufwandüberschuss von rund 2 Millionen Franken aus. Der Steuerfuss soll bei 120 Prozent belassen werden.
Bei einem Aufwand von 63'352'498,69 Franken und einem Ertrag von 61'269'648,49 Franken wird ein Aufwandüberschuss von 2'082'850,20 Franken budgetiert. Das Defizit wird durch die Ausgleichsreserve gedeckt.
Damit reduziert sich das Eigenkapital mutmasslich auf 51,7 Millionen Franken. Das Budget basiert auf einem Steuerfuss von 120 Prozent. Bei den Grundsteuern, der Feuerwehr-Ersatzabgabe sowie den Wasser- und Abwassergebühren werden keine Anpassungen vorgenommen.
Kostenanstieg im Gesundheitsbereich
Die Ausgaben im Budget 2026 sind vergleichbar mit den Ausgaben im Jahr 2025. Zu erwähnen ist ein erwarteter Anstieg der Kosten im Bereich Gesundheit. Dies betrifft den Anteil der Pflegefinanzierung, für den die Gemeinden zuständig sind.
Zudem wird nach der Sanierung der Chogelhuetstrasse über die Investitionsrechnung der Betrag für den Unterhalt und die Sanierung verschiedener Strassen in der Erfolgsrechnung wieder erhöht.
Im letzten Jahr waren Investitionen von 11,9 Millionen Franken geplant. Davon konnten rund 5,7 Millionen Franken realisiert werden. Dies hängt zum Beispiel damit zusammen, dass es nicht möglich war, den Kunstrasenplatz Kirchberg im letzten Jahr schon fertigzustellen, oder dass der Kanton für den Gemeindeanteil an den verschiedenen Kantonsstrassenprojekten noch keine Rechnung gestellt hat.
Investitionsvolumen deutlich unter Budget
Es hat aber auch damit zu tun, dass der Gemeinderat entschieden hat, budgetierte PV-Anlagen aus finanziellen Überlegungen erst bei anfallenden Dachsanierungen umzusetzen. Im laufenden Jahr sind insgesamt etwas weniger Projekte und damit tiefere Investitionen von brutto 7,9 Millionen Franken und netto 5,1 Millionen Franken vorgesehen.
Die Investitionsrechnung 2025 enthält Ausgaben von 5’723’913,71 Franken und Einnahmen von 1’503’200,56 Franken, was Nettoinvestitionen von 4’220’713,15 Franken ergibt. Budgetiert waren Nettoinvestitionen von 10’201’140 Franken.
Der Steuerfuss bleibt gleich
Eine Anpassung des Steuerfusses ist für das Jahr 2026 nicht vorgesehen. An dieser Stelle kann positiv festgehalten werden, dass die Steuerfussreduktion auf 120 Prozent wie versprochen bis Ende 2025 Gültigkeit hatte. Aus heutiger Sicht wird das mit grosser Wahrscheinlichkeit auch für das Jahr 2027 so bleiben.









