Ringgenberg BE: 17 Pflegehelfende aus dem Asylbereich zertifiziert
In Ringgenberg BE hat die erste Klasse mit 17 Personen aus dem Asylbereich den Lehrgang «Pflegehelfende SRK» beendet. Rund 90 Prozent haben bereits eine Stelle.

Im Ausbildungszentrum Ringgenberg hat die erste Klasse mit 17 Personen aus dem Asylbereich den Lehrgang «Pflegehelfende SRK» des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) erfolgreich abgeschlossen. Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg überreichte die Zertifikate «Pflegehelfende SRK» am 27. Oktober 2026 an der Abschlussfeier in Ringgenberg.
Die Ausbildung startete im Dezember 2025 mit einem intensiven Deutschkurs. Das Bildungszentrum Interlaken führte diesen Ausbildungsteil durch. Ab März 2026 folgten Praxiseinsätze in Pflegeinstitutionen im Berner Oberland und zum Abschluss der Lehrgang «Pflegehelfende SRK».
Insgesamt beteiligen sich 23 Institutionen aus der Region am Programm. Das Ausbildungszentrum wurde nach dem Vorbild von Bellelay im Berner Jura aufgebaut und vom Verein Asyl Berner Oberland im Auftrag der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion geführt.
Beitrag gegen den Fachkräftemangel
Rund 90 Prozent der Absolventinnen und Absolventen haben bereits eine Anstellung erhalten. Sie arbeiten spätestens ab 1. November 2026 mit einem Pensum von mindestens 80 Prozent und können ihren Lebensunterhalt dadurch zunehmend selbst bestreiten. «Integration, die früh ansetzt und mit einem konkreten beruflichen Ziel verbunden ist, nützt beiden Seiten: den Personen, die eine neue Perspektive erhalten, und der Gesellschaft, da wir für die Pflege qualifiziertes Personal brauchen», sagt Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg, auf dessen Grundidee das Programm «Integration von Anfang an» basiert.
In Ringgenberg und Bellelay sind weitere Klassen in Ausbildung, ein drittes Ausbildungszentrum ist in Sumiswald geplant.











