Matten bei Interlaken BE: Budget 2027 rechnet mit 588'100 Franken Minus
Der Gemeinderat von Matten bei Interlaken BE budgetiert für 2027 einen Aufwandüberschuss von 588'100 Franken. Die Steueranlage bleibt unverändert.
Der Gemeinderat hat das Budget 2027 zu Handen der Gemeindeversammlung verabschiedet. Bei einer unveränderten Steueranlage weist dieses im Allgemeinen Haushalt (Steuerhaushalt) einen Aufwandüberschuss in der Höhe von CHF 588'100.00 aus.
Im Rahmen seiner Beratungen setzte sich der Gemeinderat eingehend mit dem Budget 2027 auseinander. Er wird dabei der Gemeindeversammlung vom Freitag, 27. November 2026 ein Budget für das Jahr 2027 unterbreiten, welches im Gesamthaushalt einen Aufwandüberschuss von CHF 619'440.00 aufweist. Der Allgemeine Haushalt (Steuerhaushalt) ohne Spezialfinanzierungen schliesst mit einem Aufwandüberschuss von CHF 588'100.00 ab.
Der Bilanzüberschuss der Vorjahre beträgt per 31. Dezember 2025 CHF 5,4 Mio. Somit kann der Aufwandüberschuss 2027 gedeckt werden.
Das Budget 2027 basiert auf einer unveränderten Steueranlage von 1.88 Einheiten für Steuern auf Einkommen und Vermögen der natürlichen und juristischen Personen sowie auf einer ebenfalls unveränderten Liegenschaftssteuer von 1.5 ‰ des amtlichen Wertes.
Die Selbstfinanzierung ist auch im Jahre 2027 negativ und der Finanzierungsfehlbetrag beträgt CHF 3'385'470.00.
In den Rechnungsjahren 2021 bis 2025 konnten dank des Finanzierungsüberschusses Schulden abgebaut werden. Die Verschuldung ist momentan tragbar, aber die Entwicklung muss auch in den kommenden Jahren im Auge behalten werden. Die Investitionen in den Neubau des Schulhauses mit Doppelkindergarten und Tagesschule, die Beiträge an die Sanierung des Eissportzentrums Jungfrau AG und an die Freiluft und Hallenbad Bödeli AG, sowie die Strassenprojekte Feldgässli und Brunngasse beeinflussen die Selbstfinanzierung stark.
Im Bereich des Abfallwesens beträgt der Bestand der Spezialfinanzierung Abfallentsorgung CHF 500'707.68.
Für das Jahr 2027 wird mit einem Aufwandüberschuss von CHF 31'340.00 gerechnet. Die Spezialfinanzierung Abfall wird per Ende des Jahres 2027 einen Bestand in der Höhe von voraussichtlich CHF 421'000.00 aufweisen.
Bei den Einkommenssteuern der natürlichen Personen wird nach dem Rückgang in den Jahren 2021 und 2022 mit einer weiteren Zunahme des Ertrages gerechnet. Bereits in den Jahren 2023 bis 2025 sind die Steuereinnahmen vor allem aus Vorjahren gestiegen und im laufenden Jahr sollten die budgetierten Erträge erreicht werden. Der Gemeinderat geht im Jahr 2027 von einem Wachstum von 1.5 % aus.
In den Folgejahren ist die Prognose wegen der Steuergesetzrevision und des Wegfalles des Eigenmietwertes schwierig und es muss mit einem leichten Rückgang des Steuerertrages gerechnet werden.
Das per 1. Januar 2016 bestehende Verwaltungsvermögen muss linear innert 12 Jahren abgeschrieben werden und belastet die Erfolgsrechnung bis ins Jahre 2027 mit jährlich CHF 503'000.00. Ab dem Jahr 2028 darf gemäss der Finanzplanung mit einem kleinen Ertragsüberschuss gerechnet werden. Diese werden eher bescheiden ausfallen.
In den Folgejahren ist wegen den anstehenden Investitionen mit stark steigenden Abschreibungen und Kapitalkosten zu rechnen. Aufgrund der zurückhaltenden Investitionstätigkeit konnte die Verschuldung in den letzten Jahren gesenkt werden. Im aktuellen Jahr und vor allem in den Folgejahren stehen namhafte Investitionen an.
Im Finanzplan sind bis ins Jahr 2031 Investitionen von 18 Millionen Franken geplant. Die Selbstfinanzierung wird nicht ausreichend sein. Die Verschuldung wird deshalb wieder steigen.
Der Gemeinderat muss die Investitionstätigkeit genau und laufend prüfen. Der Bruttoverschuldungsanteil wird ansteigen, doch die Entwicklung zeigt auch, dass die Investitionen tragbar sind.












