Trotz Corona und dadurch sinkender Besucherzahlen konnte die Brienzer Rothorn-Bahn einen Gewinn verzeichnen. Er fällt aber um mehr als ein Drittel geringer aus.
Die Zahnradbahn aufs Rothorn
Die Brienzer Rothorn-Bahn - Bild: Schweiz Tourismus / Christof Sonderegger, swiss-images

Trotz Corona hat die Brienz Rothorn Bahn auch 2020 einen Gewinn erwirtschaftet. Er belief sich auf rund 242'000 Franken gegenüber 398'000 Franken im Vorjahr, wie die Bahn am Montag mitteilte.

Die Frequenzen lagen tiefer als 2019, denn im Frühjahr 2020 fiel die gesamte Vorsaison wegen den Corona-Massnahmen des Bundes aus. Erst im Juni konnte die Saison eröffnet werden. Die Besucherzahlen sanken auf 130'392 gegenüber 159'399 im Vorjahr.

Wichtiger aber sei der erneut gesteigerte Ertrag pro Frequenz, erklärte Verwaltungsratspräsident Peter Flück im Communiqué. Geschäftsleitung und Belegschaft hätten mit viel Weitsicht und Flexibilität auf die Unsicherheit vor und während der Saison reagiert.

Die langjährige Konzentration auf den Schweizer Markt habe sich ausbezahlt. «Es freut mich sehr, wie viele Schweizer Gäste uns die Treue hielten», sagte Flück. Die Brienz Rothorn Bahn ist die einzige täglich verkehrende Dampfzahnradbahn der Schweiz.

Der operative Gewinn der Bahn (EBIT) lag 2020 mit 403'739 Franken nur knapp unter dem Vorjahr. Beim Berghaus Kulm hinterliess die spätere Öffnung des Hotelbetriebs hingegen deutliche Spuren: Der Umsatz ging um gut 22 Prozent zurück und führte zu einem operativen Verlust von rund 125'000 Franken.

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