Hochdorf

Höhere Steuererträge für Rechnungs-Plus 2025 verantwortlich

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Hochdorf,

Dank höherer Steuererträge sowie Mehreinnahmen in verschiedenen Bereichen schliesst die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Hochdorf mit einem Millionen-Plus.

Das Gemeindehaus von Hochdorf.
Das Gemeindehaus von Hochdorf. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Hochdorf informiert, schliesst die Erfolgsrechnung 2025 der Gemeinde Hochdorf mit einem Ertragsüberschuss von 424'716,07 Franken ab. Im ergänzten Budget war ein Aufwandsüberschuss von 896'967 Franken vorgesehen.

Daraus resultiert eine Verbesserung von 1'321'683,07 Franken, womit der Bilanzüberschuss der Gemeinde auf fast 40 Millionen Franken steigt.

Höhere Steuererträge und Mehrerträge in weiteren Bereichen

Das positive Ergebnis ist im Wesentlichen auf höhere Steuererträge sowie Mehrerträge in verschiedenen Bereichen zurückzuführen. Bei den natürlichen Personen – ordentliche Steuern laufendes Jahr sowie Nachträge früherer Jahre – resultierten Mehreinnahmen von 1'615'201,85 Franken.

Auch bei den juristischen Personen lagen die Erträge mit 169'855,60 Franken über Budget. Die höheren Steuererträge sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Kanton Luzern für die Fakturierung des Rechnungsjahres aktuellere Datengrundlagen als in früheren Jahren verwendet hat. Es ist nicht auszuschliessen, dass dadurch die Nachträge in den Folgejahren – insbesondere 2026 – tiefer ausfallen werden.

Weitere Verbesserungen ergaben sich bei den Konzessionsgebühren der WWZ Energie AG mit 111'589,72 Franken, bei den Rückerstattungen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe mit 805'418,68 Franken sowie bei den Beiträgen des Kantons Luzern an Sonderschulmassnahmen infolge zusätzlicher Schüler (279'096 Franken).

Mehrkosten bei Bildung und Pflege

Demgegenüber standen verschiedene Mehrkosten, die im Gesamtergebnis kompensiert werden konnten. Im Bildungsbereich führten höhere Besoldungskosten bei den Lehrpersonen im Zusammenhang mit dem kantonalen Projekt zur Attraktivierung des Lehrerberufs zu Mehraufwendungen von 700'277,25 Franken.

Mehrere Schadenfälle (insbesondere Wasser- und Heizungsschäden) verursachten im Kulturzentrum Braui Brutto-Mehrkosten von 134'583,39 Franken, wobei ein Teil der Aufwendungen durch Versicherungsleistungen gedeckt wurde.

Im Bereich Gesundheit und Soziales schlugen höhere Restkosten bei der ambulanten Pflege (202'300,91 Franken) sowie bei der stationären Pflege (467'112,70 Franken) zu Buche.

Auch bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe fielen höhere Bruttokosten von 733'941,68 Franken an, welche jedoch durch höhere Rückerstattungen kompensiert werden konnten.

Wichtige Investitionsprojekte umgesetzt oder gestartet

Die Investitionsausgaben beliefen sich im Jahr 2025 auf 5'273'425,31 Franken und lagen damit deutlich unter dem bewilligten Budget von 8'930'000 Franken. Die Budgetunterschreitung ist hauptsächlich auf zeitliche Verschiebungen einzelner Projekte zurückzuführen.

Ungeachtet dessen konnten zentrale Vorhaben realisiert oder angestossen werden. Dank der Sanierung der Sportanlage Arena steht der Bevölkerung sowie den Vereinen wieder eine zeitgemässe und funktionale Infrastruktur zur Verfügung.

Zudem erfolgte der Start der Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrmagazins sowie der Sanierung und Umgestaltung des Brauiplatzes. Weitere Investitionen betrafen Projekte in den Bereichen Bildung, Verkehr und Raumordnung sowie Umwelt.

Solide Finanzkennzahlen

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug 125,90 Prozent und liegt auch im Fünfjahresschnitt (81,6 Prozent) über der kantonalen Zielgrösse von 80 Prozent. Die Investitionen konnten somit 2025 vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Per 31. Dezember 2025 belief sich die Nettoschuld je Einwohner auf 1143 Franken (Vorjahr: 1121 Franken). Das Eigenkapital betrug per Jahresende 83'361'091,76 Franken. Der Bilanzüberschuss erhöht sich durch das Jahresergebnis auf CHF 39'668'029,02 Franken. Sämtliche kantonalen Grenzwerte bei den Finanzkennzahlen werden eingehalten.

Die Gemeindefinanzen präsentieren sich damit weiterhin solide. Trotz steigender Kosten in einzelnen Aufgabenbereichen und anhaltender Investitionstätigkeit verfügt die Gemeinde Hochdorf über eine stabile finanzielle Basis.

Die Jahresrechnung 2025 wird den Stimmberechtigten am 14. Juni 2026 zur Genehmigung vorgelegt. Eine Übersicht der wichtigsten Zahlen ist über einen Link auf der Gemeindeseite einsehbar.

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