Wie die Gemeinde Hitzkirch berichtet, wird der Turm aus dem 13. Jahrhundert in Zusammenarbeit mit dem Denkmal- und Vogelschutz aktuell aufwendig saniert.
Gemeindehaus Hitzkirch.
Gemeindehaus Hitzkirch. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Der Turm in Richensee wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Sockel eines Obergadens gebaut. 1386 wurde der Turm während des Sempacherkriegs zerstört und steht seitdem als Ruine in Richensee.

Die lange Zeit, in welcher die Ruine schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt war, haben vor allem die Mauerkrone und die Mauerwerksfugen geschwächt. Infolge dessen wurden 1918 und 1931 Sanierungsarbeiten an der Turmruine durchgeführt.

Im Jahr 2013 bestand akute Einsturzgefahr der Mauerinnenseiten, sodass Notsicherungen durchgeführt werden mussten.

Im Zuge dieser Sicherungsarbeiten wurde ein provisorischer Wetterschutz in Form einer Folie erstellt, um das Eindringen von Feuchtigkeit in das bis zu 3.80 Meter breite Mauerwerk zu verhindern.

Das Ziel ist ein langfristiger Schutz des Turms

Die aktuellen Baumassnahmen des Kantons Luzern verfolgen das Ziel, die Turmruine Richensee langfristig zu schützen und zu konservieren. Dazu wird der provisorische Wetterschutz durch ein Dach in Holzkonstruktion ersetzt.

Dieses schützt die gesamte Mauerkrone vor eindringendem Wasser. Die historisch wertvollen Turmwände werden neu verfugt, um die Substanz zu sichern und eine Gefahr durch abbröckelnde Steine ausschliessen zu können.

Besonderes Augenmerk gilt während der Bauarbeiten den am Turm beheimateten Mauerseglern und Fledermäusen. Alle Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und Archäologie sowie dem Vogelschutz.

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