Dürnten gibt einen Umwelttipp zur Biodiversität. Jeder kann der Natur rund um das eigene Haus viel Gutes tun.
Edikerstrasse Ortseinfahrt Dürnten (ZH).
Edikerstrasse Ortseinfahrt Dürnten (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof

Langsam, aber sicher wird es im Garten Zeit für den Winterschlaf. Doch bevor die Natur endgültig Pause macht, ist da und dort ein letztes Mal Gartenarbeit angesagt: Neue Sträucher und Gehölze gehören jetzt in die Erde, damit die Wurzeln noch anwachsen können.

Die Tage werden kürzer, die Nächte kalt, und die Nebelschwaden im Garten verraten es: Der Winter steht vor der Tür.

Die Zeit der Blätter- und Blütenpracht mag vorbei sein, aber noch steckt Potenzial im Boden. Hobbygärtner wissen: Robuste und mehrjährige Stauden und Sträucher, die jetzt gepflanzt werden, nutzen die in der Erde gespeicherte Restwärme, um anzuwachsen, bevor sie im Frühling dann richtig loslegen. Ein guter Moment also, um die Gartenplanung 2022 zu starten.

Einheimische Büsche und Sträuche

Wer dabei die Biodiversität im Blick hat, kann der Natur rund um das eigene Haus viel Gutes tun. Mit Exoten wie dem Kirschlorbeer oder der Thuja setzt man heutzutage garantiert keine Akzente mehr.

Sie mögen hübsch aussehen und attraktiv blühen – aber als sogenannte Neophyten haben sie unseren Insekten und Vögeln wenig bis nichts anzubieten. Ganz anders einheimische Büsche und Sträucher wie zum Beispiel die Felsenbirne, die Kornelkirsche oder der Mauerpfeffer.

Ihr Angebot an Blüten und Früchten ist perfekt auf die Bedürfnisse von Bienen, Schmetterlinge oder Vögel abgestimmt. Oder die Vogelbeere, deren rote Früchte von August bis Oktober fast 60 unterschiedlichen Vogelarten Nahrung bieten.

Immer mehr Gärtnereien unterstützen Biodiversität

Die Auswahl dieser Lebensspender ist gross, und immer mehr Gärtnereien unterstützen Biodiversität in der Schweiz und erweitern ihr Sortiment entsprechend. Wer also im Herbst im eigenen Garten auf einladende Pflanzen setzt, kann sich jetzt schon auf den Besuch von Hummeln, Rotkehlchen und Co. im kommenden Jahr freuen.

Übrigens: Potenzial steckt auch in toten Ästen und Laub. In einer ruhigen Ecke des Gartens zu einem kleinen Haufen zusammengekehrt wird daraus im Nu ein Insektenhotel oder ein Winterquartier für den Igel.

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