Wie die Gemeinde Dürnten mitteilt, können Gartenbesitzer gerade im Herbst einiges für die Artenvielfalt tun. Und zwar in erster Linie, indem man weniger tut.
Gemeindeverwaltung Dürnten (ZH).
Gemeindeverwaltung Dürnten (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof
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Ist das letzte späte Sommergemüse geerntet und legt sich der erste Morgenreif über die Beete, ziehen sich die Hobbygärtner warm an: Zeit, den Garten winterfest zu machen. Mancherorts sieht es danach aus wie zu Hause im Wohnzimmer: Alles, was stört, ist weggeräumt, der Rest akkurat aufgeräumt.

Der Natur tut man damit aber keinen Gefallen; ihr wäre ein wenig kreative Unordnung lieber. Denn viele nützliche Insekten und Kleintiere sind im Herbst auf der Suche nach einem Winterquartier. Dafür brauchen sie Unterschlupfmöglichkeiten, Nistmaterial oder Nahrung. Vermeintlicher Abfall ist für sie Lebensraum, ein strukturreicher Garten, ein kleines Paradies.

So nisten sich Wildbienen und andere Insekten in verdorrten Pflanzenstängeln ein. Vögel klauben Samen aus den trockenen Samenständen, wenn im Herbst und Winter das Nahrungsangebot knapp wird, und im Frühling nutzen sie Pflanzenreste, um daraus neue Nester zu bauen. Igel und andere Nützlinge wiederum überwintern gern in Laub- oder Asthaufen.

Wer aber Verdorrtes partout nicht stehen lassen will, kann es gebündelt in eine Ecke stellen. Wildbienen und andere finden es garantiert auch dort. Fazit: Für einmal ist Nichtstun nützlich. Mit etwas Mut zur Unordnung wird ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität geleistet.

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