Herisau plant neue Abfallgrundgebühr
Wegen Defiziten will Herisau eine Grundgebühr von rund 80 Franken einführen. So sollen Fixkosten gedeckt und die Abfallfinanzen stabilisiert werden.

Wie die Gemeinde Herisau mitteilt, erhob die Gemeinde bisher eine rein verbrauchsabhängige Abfallgebühr. Diese deckt allerdings seit 2016 die Kosten für die Entsorgung der Siedlungsabfälle nicht mehr. Die Spezialfinanzierung Abfallwirtschaft zeigt negative Salden von über einer Million Franken.
Für die Deckung der Fixkosten – wie etwa für Entsorgungsinfrastruktur, Information und Administration – schlägt der Gemeinderat deshalb eine neue Grundgebühr von circa 80 Franken vor.
Wird sie eingeführt, kann das Defizit in wenigen Jahren abgebaut werden. Die Kombination von Grund- und Verbrauchsgebühr folgt der Empfehlung des Bundes und hat sich unter anderem in 16 weiteren Ausserrhoder Gemeinden bewährt.
Vorgaben von Bund und Kanton
Die Totalrevision des Abfallreglements stützt sich auf das kantonale Muster-Abfallreglement von 2023. Sie vollzieht neben der Einführung einer Grundgebühr Änderungen im Bundesrecht, Anpassungen in den kantonalen Erlassen sowie die geänderten Richtlinien der A-Region, der Abfallregion, zu der Herisau gehört.
Die Teilnahme an der Vernehmlassung erfolgt ab dem 10. April 2026 über die Mitwirkungsplattform der Gemeinde. Ebenso liegen die Unterlagen beim Fachbereich Umweltschutz, Gemeindehaus, Poststrasse 6, Büro 213, zur Einsichtnahme auf.
Eingaben sind bis zum 11. Mai 2026 möglich. Nach der Auswertung der Vernehmlassung geht das Geschäft für die zweite Lesung an den Gemeinderat.
Es folgt die Beratung im Einwohnerrat und eine obligatorische Referendumsabstimmung an der Urne. Über die zugehörige Abfallverordnung sowie den Gebührentarif bestimmt der Gemeinderat separat.










