Wie die Gemeinde Herisau berichtet, werden 5,3 Hektar Wald künftig nicht mehr oder gezielt zum Nutzen der Artenvielfalt bewirtschaftet.
Wald
Blick in einen Wald. (Symbolbild) - Keystone

Die Gemeinde Herisau und der Kanton Appenzell Ausserrhoden haben einen Vertrag für die Errichtung eines Waldreservats im Gebiet Nünegg abgeschlossen. 5,3 Hektar Wald werden künftig nicht mehr oder gezielt zum Nutzen der Artenvielfalt bewirtschaftet.

Die Waldfläche in der Nünegg ist die einzige grössere Waldfläche der Einwohnergemeinde Herisau, welche gemäss kantonalem Waldplan in der Vorrangfläche für «biologische Vielfalt» liegt und auch für die Einrichtung eines Waldreservats geeignet ist. Die Gemeinde Herisau und der Kanton Appenzell Ausserrhoden haben einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Natürliche Entwicklung soll gefördert werden

Das Waldreservat umfasst gut 5,3 Hektar und damit den überwiegenden Teil der Parzelle 2752. 2,77 Hektar bilden ein Naturwaldreservat, in dem auf jegliche forstlichen Eingriffe verzichtet wird. Der Wald soll sich natürlich entwickeln können, Alt- und Totholz als wichtiger Lebensraum für verschiedene Tierarten werden so gefördert.

2,57 Hektar bilden ein Sonderwaldreservat, in dem nur gezielte Massnahmen zugunsten der Artenvielfalt ergriffen werden. Angestrebt werden ein natürlicher und standortgerechter Mix von Baumarten, ein lichter Wald zugunsten einer vielfältigen Bodenvegetation, der Erhalt und die Aufwertung von Lebensräumen seltener und geschützter Arten, stufige und artenreiche Waldränder sowie gute Bedingungen für die einheimischen Wildarten.

Keine wirtschaftlichen Einbussen

Wirtschaftlich bringt das neue Waldreservat der Gemeinde keine Einbussen. Die Waldstandorte im betreffenden Tobel sind zwar ökologisch wertvoll, aber abgeschieden und nicht kostendeckend zu bewirtschaften.

Der Nutzen für die Biodiversität, deren Bedeutung für die Gemeinde nicht zuletzt das neue Biodiversitätskonzept zeigt, ist demgegenüber gross.

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