Die öffentlichen Spielplätze in Gossau sollen alle Generationen ansprechen. Zusammen mit der Stiftung «Hopp-la» entwickelt die Stadt ein Spielplatz-Konzept.
Spielplatzkonzept
Spielplatzkonzept - Aley Kaeslin; Stadt Gossau

Viele Spielplätze sind auf Kleinkinder und jüngere Kinder ausgerichtet. Ältere Kinder und Jugendliche werden weniger angesprochen. Und für Erwachsene hat es auf den meisten Anlagen allenfalls Sitzbänke. Dabei könnten gerade Spielplätze ideale Bewegungs- und Begegnungsräume für sämtliche Generationen sein.

Konzept für alle städtischen Spielplätze

Gemäss dem Gossauer Stadtentwicklungskonzept und dem Leitbild Gossau35 sollen die öffentlichen Spielplätze in den nächsten Jahren zu Generationenspielplätzen entwickelt werden. Die Plätze der Schulanlagen sollen für die Quartiere zugänglich sein und so wertvolle Begegnungsfunktionen erfüllen.

Nun hat der Stadtrat mehrere Vorhaben gutgeheissen, die zur Umsetzung dieser Absichtserklärungen beitragen sollen. Zum einen wird ein Spielplatzkonzept für alle städtischen Spielplätze und Schulanlagen erstellt.

Stiftung «Hopp-la» unterstützt das Miteinander aller Generationen

Auf dieser Grundlage werden die Anlagen in den kommenden Jahren nach einheitlichen Planungsansätzen und Qualitätsvorgaben gestaltet. Zentral dabei sind eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer und ein bewegtes Miteinander aller Generationen.

Unterstützt wird die Stadt in diesem Prozess von der Stiftung «Hopp-la», welche grosse Erfahrung mit Mehrgenerationen-Spielplätzen hat.

Mit Pilotprojekten Erfahrungen sammeln

Parallel zur Konzepterarbeitung werden Pilotvorhaben umgesetzt. Die Pausenplätze der Schulanlagen Othmar und Haldenbüel werden mit attraktiven Elementen für ältere Kinder ergänzt.

Bei diesem Prozess wirken in allen Phasen auch Schulklassen der beiden Schulhäuser mit. Ebenso bei der Schulanlage Gallus, deren Pausen- und Spielplatz im Sommer 2022 nach den Konzeptgrundsätzen erneuert wird.

Auch im ersten Modul der Sportwelt Gossau im Buechenwald wird die Zielsetzung von Generationenspielplätzen umgesetzt. Nebst den Sport- und Wettkampfanlagen sind öffentlich zugängliche Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsräume vorgesehen.

Nie zu alt zum Spielen

Dem US-amerikanischen Arzt und Autor Oliver Wendell Holmes wird die Aussage zugeschrieben, dass Menschen nicht zu spielen aufhören, weil sie alt werden, sondern dass sie alt werden, weil sie zu spielen aufhören.

Diesen Gedanken setzt die Stiftung «Hopp-la» mit ihren Generationenspielplätzen um. Die Spielgeräte werden so ausgewählt, dass sie von allen Generationen genutzt werden können.

Im Idealfall sogar gemeinsam. Bewegungselemente laden zum Üben ein, Tische und Bänke zum Verweilen. So gestaltete Spielplätze wirken generationenverbindend.

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