Gaiserwald

Gutes Jahresergebnis 2025 ermöglicht Steuerfusssenkung

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Gossau,

Gaiserwald schliesst 2025 mit einem Gewinn von 2,7 Millionen Franken ab. Für 2026 beantragt der Gemeinderat eine Senkung des Steuerfusses auf 99 Prozent.

Gemeinde Gaiserwald. - Gemeinde Gaiserwald

Wie die Gemeinde Gaiserwald mitteilt, schliesst die Erfolgsrechnung 2025 des Gemeindehaushalts mit einem Gewinn von 2'719'763,81 Franken ab. Das Rechnungsergebnis ist damit rund 4,91 Millionen Franken besser als budgetiert.

Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeschrieben. Es beträgt neu rund 49,7 Millionen Franken. Der Gemeinderat wird den Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung beantragen, den Steuerfuss für das Jahr 2026 von 103 Prozent auf 99 Prozent zu senken.

Mit dieser Steuersenkung beträgt das budgetierte Defizit 2'899'405 Franken für das Jahr 2026.

Deutlich besseres Ergebnis als budgetiert

Anstatt eines Verlusts von 2'191'118 Franken resultiert in der Erfolgsrechnung 2025 ein Gewinn von 2'719'763,81 Franken. Die wesentlichen Abweichungen von Budget 2025 zu Rechnung 2025 betreffen folgende Positionen: rund 600'000 Franken besseres Nettoergebnis im Bereich «Sozialhilfe und Asylwesen», rund 2'870'000 Franken höhere Einnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen und rund 690'000.-- Franken mehr Grundstückgewinnsteuern.

Der Gemeindehaushalt steht auf einer soliden Basis mit einem Eigenkapital von aktuell rund 49,7 Millionen Franken, wovon rund 43,2 Millionen Franken freies Eigenkapital darstellen, sowie rund 15 Millionen Franken Liquidität.

In naher Zukunft stehen grössere Investitionsprojekte an, welche einen hohen Kapitalbedarf mit entsprechenden Zinszahlungen und Abschreibungen auslösen. Bis es soweit ist, dauert es noch fünf bis sechs Jahre.

Eigenkapital deckt geplanten Aufwandüberschuss

Für das Jahr 2026 ist ein Aufwandüberschuss von 2'899'405 Franken budgetiert. Dieses Defizit kann über das Eigenkapital gedeckt werden. Das Defizit ergibt sich massgeblich wegen den höheren Ausgaben für die Bildung für neue Klassen auf allen Stufen sowie des tieferen Steuerertrags wegen der Steuerfusssenkung von 103 auf 99 Prozent und der Anpassung des Budgets bei den übrigen Steuerarten auf die durchschnittlichen Erträge der vergangenen Jahre.

Derzeit kann davon ausgegangen werden, dass die Einfache Steuer der Einkommens- und Vermögenssteuern durch den Zuzug von Einwohnerinnen und Einwohnern und der positiven Lohn- und Vermögensentwicklungen in den nächsten Jahren weiter ansteigt.

Finanzielle Vorsicht trotz solider Eigenkapitalbasis

Auf der Ausgabenseite benötigt die Schule bedeutend mehr Mittel. Die Kosten für die Pflegefinanzierung steigen weiter an. Nicht auszuschliessen ist, dass es zukünftig zu Kostenverlagerungen vom Kanton zu den Gemeinden kommen wird.

Im Sozialbereich sollte es hingegen keine markanten Mehrausgaben geben. Durch den Wegfall der Eigenmietwertbesteuerung kann es frühestens ab dem Jahr 2028 zu Einnahmenausfällen kommen.

Mit dem heutigen Kenntnisstand kann davon ausgegangen werden, dass der Steuerfuss von 99 Prozent für die nächsten Steuerperioden gehalten werden kann. Sobald sich die Amortisations- und Zinskosten für die Investitionsprojekte in der Erfolgsrechnung voll auswirken, muss die Situation analysiert und zu jenem Zeitpunkt eine allfällige Anpassung gegen oben vertieft geprüft werden.

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