Neue Wege beim Klimaplan: Gratis mobil im Test
Mit dem Projekt «31 Days» testet die Stadt Freiburg neue Wege im Klimaschutz. Einwohner können einen Monat lang gratis Bus, Bahn und Sharing-Angebote nutzen.

Wie die Stadt Freiburg mitteilt, legt das Klima- und Nachhaltigkeitslabor der Stadt für seine dritte Ausgabe mit dem Projekt «31 Days» den Schwerpunkt auf nachhaltige Mobilität. In Partnerschaft mit der Alliance SwissPass, den Freiburger Verkehrsbetrieben (TPF) und der Genossenschaft 42hacks werden Personen, die am Projekt teilnehmen möchten, während eines Monats kostenlose Abonnemente für den öffentlichen Verkehr sowie für Carsharing-Angebote zur Verfügung gestellt. Das Ziel: nachhaltigere Mobilitätsformen testen.
Als partizipativer Bestandteil des Klimaplans der Stadt untersucht das Klima- und Nachhaltigkeitslabor bei jeder Ausgabe neue Ansätze, um gemeinsam mit der Bevölkerung verschiedene Lösungen zu erproben und deren Potenzial besser auszuschöpfen.
Für diese dritte Ausgabe richtet die Stadt ihr Augenmerk auf nachhaltige Mobilität. In Zusammenarbeit mit der Alliance SwissPass, den Freiburger Verkehrsbetrieben (TPF) und der Genossenschaft 42hacks lädt sie interessierte Einwohnerinnen und Einwohner dazu ein, ihre gewohnten Mobilitätsmuster eine Zeit lang zu hinterfragen.
Alternativen zum Privatfahrzeug testen
Konkret verpflichten sich die Teilnehmenden, ihr Auto oder Motorrad während eines Monats in der Garage stehen zu lassen. Der Zeitraum kann frei zwischen Juni und Oktober 2026 gewählt werden.
Das Angebot mit dem Namen «31 Days» ist für alle teilnehmenden Personen kostenlos. Es umfasst ein Generalabonnement (GA) für den öffentlichen Verkehr, ein Abonnement für das Carsharing-System von Mobility sowie ein Abonnement von PubliBike, dem schweizweiten Veloverleihsystem.
Konkrete Ergebnisse bereits nach Projektabschluss
Freiburg wird die erste Stadt der Westschweiz sein, die ihrer Bevölkerung die Teilnahme am Projekt ermöglicht. Es richtet sich vorrangig an Personen, die über ein Privatfahrzeug verfügen und noch kein GA besitzen.
In anderen Städten war die Aktion bereits sehr erfolgreich: In Winterthur nahmen 2024 rund 1000 Personen teil, in Basel waren es im vergangenen Jahr etwa 1200. Die dort erzielten Ergebnisse sind vielversprechend: Vier von zehn Teilnehmenden schlossen nach Projektende ein Abonnement für den öffentlichen Verkehr (national oder regional) ab.
Zudem verkaufte knapp jede fünfte Person ihr Auto oder verzichtete sechs Monate nach Projektabschluss auf die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs.
Motivation per Smartphone
Eine Smartphone-App wird die Teilnehmenden dazu motivieren, die ihnen zur Verfügung stehenden Angebote aktiv zu nutzen. Gleichzeitig liefert sie Informationen, die für die potenziellen Einsparungen sensibilisieren sollen, die mit dem Verzicht auf ein eigenes Auto verbunden sind.






