EU

    Freiburg: Uni leitet EU-Projekt gegen Bildungsungleichheit

    Universität Freiburg
    Universität Freiburg

    Fribourg,

    Die Universität Freiburg koordiniert das neue EU-Forschungsprojekt TRANSFER. Es prüft in acht Ländern, wie wirksam bildungspolitische Massnahmen sind.

    Freiburg
    Uni leitet EU-Projekt gegen Bildungsungleichheit. - zVg

    Wie lassen sich Bildungsungleichheiten wirksam bekämpfen? Das neue EU-Forschungsprojekt TRANSFER unter der Koordination der Universität Freiburg untersucht, wie bildungspolitische Massnahmen besser evaluiert und wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden können.

    Bildungserfolg hängt in Europa nach wie vor stark von der sozialen Herkunft und weiteren gesellschaftlichen Faktoren ab. Trotz zahlreicher bildungspolitischer Massnahmen bestehen erhebliche Ungleichheiten. Gleichzeitig wird deren Wirksamkeit oft nur unzureichend überprüft, und wissenschaftliche Erkenntnisse fliessen zu wenig in politische Entscheidungen und die Bildungspraxis ein.

    Hier setzt das Forschungsprojekt TRANSFER an. Unter der Koordination der Universität Freiburg entwickelt ein internationales Forschungsteam neue Ansätze zur Evaluation bildungspolitischer Massnahmen und stärkt den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis.

    Bildungspolitik umfassender evaluieren

    TRANSFER untersucht den gesamten politischen Prozess: von der Entwicklung einer Massnahme über ihre Umsetzung bis zu ihren beabsichtigten und unbeabsichtigten Auswirkungen.

    «Wir wollen besser verstehen, wie bildungspolitische Massnahmen in unterschiedlichen Kontexten und für verschiedene Bevölkerungsgruppen wirken. Eine systematischere Evaluation soll uns helfen, wirksame Ansätze zum Abbau von Bildungsungleichheiten zu identifizieren», erklärt Andreas Hadjar, Professor für Soziologie, Sozialpolitik und Sozialforschung an der Universität Freiburg und Koordinator des Projekts.

    Untersucht werden Bildungsprogramme und politische Massnahmen in Finnland, Deutschland, Irland, Litauen, Norwegen, der Schweiz, Spanien und Ungarn. Eine gemeinsame Methodik ermöglicht länderübergreifende Vergleiche. Im Fokus stehen Ungleichheiten aufgrund von sozialer Herkunft, Migration, Geschlecht und Behinderungen.

    Wissenschaft und Praxis stärker vernetzen

    TRANSFER untersucht zudem, wie Forschungsergebnisse besser in politische Entscheidungen und den Bildungsalltag einfliessen können. Dabei werden auch die Erfahrungen von Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, Bildungsfachpersonen und Lernenden berücksichtigt.

    «Wissenstransfer muss keine Einbahnstrasse von der Wissenschaft in die Politik und Praxis sein», betont Hadjar. «Vielmehr erscheint ein kontinuierlicher Austausch als sinnvoll und effektiv, bei dem wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen gleichermassen eine Rolle spielen.»

    Aus dem Projekt sollen konkrete Instrumente hervorgehen, darunter methodische Leitlinien, politische Handlungsempfehlungen, eine interaktive Wissensplattform und ein KI-gestütztes Simulationsinstrument. Damit will TRANSFER zu einer wissenschaftlich fundierten Bildungspolitik und gerechteren Bildungssystemen in Europa beitragen.

    TRANSFER wird von der Universität Freiburg unter der Koordination von Prof. Andreas Hadjar geleitet. Das Konsortium umfasst 13 Partnerinstitutionen aus acht europäischen Ländern. Das Projekt wird im Rahmen von Horizon Europe während drei Jahren mit rund 3,5 Millionen Euro von der EU gefördert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3892 (nicht angemeldet)

    Ungleichheiten wurden durch Mitte Links seit 2015 künstlich herbeigeführt

    Weiterlesen

    Roger Federer Anwesen Zürichsee
    128 Interaktionen
    70-Millionen-Anwesen
    ubs
    39 Interaktionen
    Wegzug-Gerüchte

    MEHR EU

    Eine Luftaufnahme von Riad.
    3 Interaktionen
    Nahost
    selensky
    29 Interaktionen
    Brüssel
    6 Interaktionen
    Brüssel

    MEHR AUS FRIBOURG

    Festnahme
    Kanton Freiburg
    Chor
    Freiburg
    Swiss Cheese Award
    7 Interaktionen
    Freiburg