Gemeinde Wollerau lehnt die Pluralinitiative ab
Wie die Gemeinde Wollerau mitteilt, wurde die Totalrevision des Reglements über das Friedhof- und Bestattungswesen deutlich angenommen.

Die Pluralinitiative «für ein ökologisch optimiertes und nachhaltiges Alternativprojekt DBZW mit einem Verpflichtungskredit von 18 Millionen Franken» verlangt eine Reduktion des bestehenden Verpflichtungskredits zum Bau des Dorf- und Bildungszentrums Wollerau («DZBW») um 12‘722’100 Franken von aktuell 30‘722’100 Franken auf neu 18‘000’000 Franken.
Wie dieser Betrag eingespart werden soll, lässt die Initiative jedoch offen. Abgestimmt wurde daher einzig über eine Reduktion des Verpflichtungskredits, nicht über das konkrete Raumprogramm.
Die Wollerauer Stimmbevölkerung lehnte die Initiative mit 1616 Nein-Stimmen (72,43 Prozent) zu 615 Ja-Stimmen ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,55 Prozent.
Gemeinde bereitet Umsetzung vor
Damit bestätigen die Stimmberechtigten das Projekt bereits zum dritten Mal an der Urne.
2016 wurde der Verpflichtungskredit, und damit verbunden das Projekt selbst, an der Urne genehmigt.
2019 lehnten die Wollerauer eine erste Pluralinitiative ab, die mit dem Titel «Stopp beim Neubau Dorf-und Bildungszentrum» das Projekt vollständig stoppen wollte.
Beschwerdeverfahren gegen die Baubewilligung
Die Realisierung des Dorf- und Bildungszentrums wird aktuell durch ein Beschwerdeverfahren gegen die Baubewilligung verhindert.
Der Gemeinderat sieht sich durch das nunmehr dritte Ja der Wollerauer zum «DBZW» darin bestärkt, das Projekt umgehend nach Erhalt der Baubewilligung umzusetzen.
Hierzu wird er gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und den beauftragten Architekten die entsprechenden Vorbereitungen treffen.
Bestattungs- und Friedhofswesen
Mit 1927 Ja-Stimmen (91,46 Prozent) zu 180 Nein-Stimmen folgten die Stimmberechtigten dem Antrag des Gemeinderats und stimmten der beantragten Revision des Reglements über das Bestattungs- und Friedhofswesen zu.
Die aktuellen Bestimmungen werden in der Revisionsvorlage weitgehend übernommen sowie punktuell ergänzt und revidiert.
Einzelne Formulierungen werden dem übergeordneten Recht angepasst, und es werden insbesondere Arbeitsabläufe den aktuellen Gegebenheiten und der neuen Gemeindeführung angepasst.
Die Prozesse werden dadurch schlanker und effizienter, Verantwortlichkeiten geklärt.