Im Thurgau übernimmt der Kanton kurzfristig keine Kosten von Coronatests. Eine von der SVP eingereichte Motion wurde am Montag vom Grossen Rat als nicht dringlich eingestuft. Der Entscheid fiel mit 55 zu 50 Stimmen allerdings knapp aus.
thurgau
Der Grosse Rat des Kanton Thurgau geht nicht dringlich auf eine SVP-Motion ein. (Symbolbild) - KEYSTONE

Die vier Motionäre wollten, dass sich alle Thurgauerinnen und Thurgauer auch nach dem 10. Oktober weiter gratis auf Corona testen lassen können. Der Kanton sollte in all den Fällen, in denen der Bund nicht mehr zahlt, die Kosten für die Tests übernehmen - zum Schutz der Gesundheit und zur Erlangung von Zertifikaten.

Auf diese Weise lasse sich eine Ungleichbehandlung und eine weitere Spaltung der Gesellschaft vermeiden, argumentierten die Motionäre. Es dürfe keinen faktischen Impfzwang geben. Kostenpflichtige Tests würden beispielsweise die Studierenden der Pädagogischen Hochschule im Thurgau hart treffen.

Im Rat stiess das Anliegen zum Teil auf Unverständnis. Im Fall einer Dringlicherklärung der Motion hätte die Regierung zwei Jahre Zeit, um das Anliegen umzusetzen, erklärten mehrere Kritiker. Nicht zuletzt deshalb sprachen sich fast die Hälfte der Ratsmitglieder für Dringlichkeit der Motion aus.

Mehr zum Thema:

Regierung Coronavirus SVP