Thurgau: Betrug beim Goldankauf aufgedeckt – Polizei greift ein
Die Kantonspolizei Thurgau hat in den vergangenen Monaten mehrere Edelmetall-Ankaufsveranstaltungen kontrolliert. Mehrere Gesetzesverstösse wurden festgestellt.

Die Kontrollen der Kriminal- und Regionalpolizei fanden seit vergangenem November in mehreren Gastronomiebetrieben statt. Dort hatten sich Ankäufer von Altgold und anderen Edelmetallen jeweils für einige Stunden eingemietet.
Bei mehr als der Hälfte aller Veranstaltungen konnten Gesetzesverstösse festgestellt werden. So kamen teilweise Waagen ohne die vorgeschriebene Prüfung und Eichung zum Einsatz.
Ebenso wurden teils unvollständige oder gar keine Quittungen ausgestellt oder diese nachträglich verändert. Einige Kontrollierte waren nicht im Besitz der erforderlichen Bewilligung.
Die fehlbaren Ankäufer wurden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Ausserdem hat die Kantonspolizei Thurgau Kenntnis von Fällen, bei denen deutlich weniger als der eigentliche Wert für die Gegenstände bezahlt wurde.
Unter Druck gesetzt
Mitte Februar ging bei einem Polizeiposten die Meldung einer Frau ein, die nach Erhalt eines Werbeflyers einen Ankäufer bei sich zu Hause empfangen hatte.
Dieser habe sie derart unter Druck gesetzt, dass sie ihm Gold- und Silbergegenstände zu einem Bruchteil des eigentlichen Werts verkauft habe.
Die Kantonspolizei Thurgau rät zur Vorsicht, wenn Sie Altgold, Silber oder Schmuck verkaufen möchten.








