Am 22. Juni bespricht der Gemeinderat in Frauenfeld die Rechnung 2021. Christian Mader von der EDU ist aber in einigen Punkten nicht damit einverstanden.
Christian Made
Christian Mader ist Gemeinderat EDU und Fraktionspräsident der SVP/EDU-Fraktion in Frauenfeld. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • In Frauenfeld soll an der Gemeindeversammlung am 22. Juni die Rechnung genehmigt werden.
  • Die EDU ist nicht mit allen Punkten einverstanden. Schon das Budget 2021 lehnte sie ab.

Am 22. Juni 2022 bespricht der Gemeinderat in Frauenfeld die Rechnung 2021. gegenüber Nau.ch äusser sich Christian Mader von der EDU zum Geschäft.

Nau.ch: Was werden die Argumente Ihrer Fraktion für bzw. gegen dieses Geschäft sein und warum stimmen Sie dafür oder dagegen?

Christian Mader: Bei der Rechnung der «Stadtverwaltung», Antrag 2, werden wir uns enthalten, da wir einem Defizit nicht zustimmen können.

Bei den Rechnungen des «Alterszentrums Park», Antrag 4, gibt es teilweise Enthaltungen. Bei allen anderen Anträgen stimmen wir zu.

Da wir das Budget 2021 abgelehnt haben, ist es nur konsequent, den Defiziten nicht zuzustimmen.

Nau.ch: Wie verändert sich der Alltag der Bevölkerung, wenn dieses Geschäft durchkommt?

Christian Mader: Wir werden weiter munter Defizite bewilligen und müssen bald den Steuerfuss anheben. Dies trifft dann alle Schichten und kann wehtun.

Nau.ch: Welches Argument der Gegenpartei stört Sie am meisten und wieso?

Christian Mader: Es kann nirgendwo gespart werden, alle Aufgaben der Öffentlichen Hand sind wichtig. Es kann sehr wohl an den Aufgaben der Öffentlichen Hand justiert werden, wenn wir wollen.

Nau.ch: Was sind alternative oder ergänzende Lösungsvorschläge?

Christian Mader: Alle Leistungen der Stadt prüfen auf Notwendigkeit und Nutzen an der Bevölkerung und überflüssige Leistungen streichen. Eine schlankere Verwaltung hat auch Potenzial für unvorhersehbare Notsituationen und dies ist zurzeit wichtig.

Nau.ch: Was ist Ihr persönlicher Bezug zum Thema?

Als Steuerzahler und Parlamentarier will ich eine effiziente, kostengünstige Verwaltung, die in erster Linie dem Volk dient und nicht alle Trends verwirklichen will.

Zur Person

Christian Mader ist 52 Jahre alt und wohnt in Frauenfeld. Er ist Gemeinderat der EDU und Fraktionspräsident der SVP/EDU-Fraktion. Von Beruf ist er Verkaufsleiter bei der Schreinerei Raumwerke AG in Frauenfeld. In seiner Freizeit verbringt er gerne Zeit mit der Familie und mag Fussball.

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