Der Kantonsrat ist nicht auf die Sanierung der Augartenkreuzung eingetreten. Diese Arbeitsverweigerung macht Uzwil sauer.
Uezwil_Gemeindeverwaltung Schriftzug - Uezwil
Uezwil_Gemeindeverwaltung Schriftzug - Uezwil - Nau

«Politik ist die Kunst des Möglichen.» Was der Staatsmann Otto von Bismark wusste, scheint dem St. Galler Parlament fremd zu sein. Wenn man die Voten im Parlament studiert, gibt’s nur einen Schluss: Für Links-grün ist der motorisierte Verkehr teuflisch, für Rechts ist freie Fahrt himmlisch.

Diese unheilige Allianz hat ein Projekt zu Fall gebracht, das nur irdisch war. Uzwil wäre eine markante Verbesserung lieber gewesen als ein ideologischer Streit auf dem Buckel seiner Bürgerschaft. Denn damit bleibt ein effizienterer Anschlusspunkt von Flawil, Oberuzwil, Jonschwil und Uzwil Richtung Autobahn – wohl in weiter Ferne. 10 Jahre, die ins Projekt investiert wurden, sind Makulatur.

Bereit zur Mitarbeit

Uzwil ist nicht empfindlich, teilt zuweilen selber aus, kann auch einstecken. Aber: Uzwil fühlt sich von diesem Parlament, dem offenbar der Sinn für politische Realitäten und Machbarkeiten völlig abhandengekommen ist, nicht vertreten.

Das kann Uzwil wegstecken, verbindet es aber mit Erwartungen. Das Nichteintreten des Parlamentes soll – so verstehen das einzelne Kantonsräte aus der Region – den Weg frei machen für eine bessere Lösung. Nun, an Uzwil solls nicht liegen, wenn es darum geht, an einer neuen Lösung zu arbeiten.

Mit einer einfachen Rahmenbedingung: Was Uzwil nicht will, ist eine Verlagerung der Verkehrsprobleme nach innerorts.

Augarten-Ticker

Wortführer in der Debatte gingen davon aus, dass innert drei Jahren die Lösung fertig auf dem Tisch liegt. Uzwil nimmt diese Exponenten beim Wort. Der Ticker läuft seit heute. Er endet am 20. April 2024.

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