Thurbrücke wird für Velos und Fussgänger breiter
Die Gemeinde Oberbüren beteiligt sich mit rund 564'000 Franken am Kantons-Projekt zur Verbreiterung der Thurbrücke. Damit wird die Lücke im Radnetz geschlossen.

Wie die Gemeinde Oberbüren informiert, hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 18. Mai 2026 dem Vernehmlassungsbeschluss des Kantons St. Gallen zum Kantonsstrassenprojekt «Verbreiterung Brücke Thur» (Geschäftsnr. B84.5.002.319) zugestimmt und den Gemeindebeitrag von 563’900,40 Franken als gebundene Ausgabe zugesichert.
Die bestehende Thurbrücke wurde in den Jahren 1964/65 erstellt und besteht aus einem vorgespannten Hohlkasten mit einer Gesamtlänge von 100 Metern und einer Brückenbreite von 11,54 Metern.
Die heutige Fahrbahn misst rund 7,50 Meter; die beidseitigen Geh- und Radwege weisen Breiten von je rund 1,70 bis 1,80 Metern auf. Diese Breiten genügen für die gleichzeitige Nutzung durch Radfahrende und Zufussgehende nicht.
Das Projekt steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Projekt «Radwegverbindung Oberbüren – Sonnental». Erst eine verbreiterte Thurbrücke ermöglicht eine durchgehende, sichere Radwegverbindung zwischen den beiden Ortsteilen.
Das Projekt im Überblick
Aus einem Variantenstudium des Tiefbauamtes des Kantons St. Gallen ging die beidseitige, gleichmässige Brückenverbreiterung als beste Lösung hervor. Die neue Brückenbreite beträgt 12,50 Meter. Auf der Oberwasserseite entsteht ein neuer, 3,50 Meter breiter Geh- und Radweg, der durch eine um 10 Zentimeter erhöhte Mittelinsel (Pflästerung) vom motorisierten Verkehr getrennt wird. Die neue Fahrbahn von 2 auf 3,50 Metern wird auf die unterwasserseitige Auskragung verschoben.
Da die Brücke durch die Verbreiterung den heutigen statischen Anforderungen nicht mehr genügen würde, ist eine konstruktive Verstärkung des Tragwerks notwendig. Diese erfolgt aussenliegend (Schubbewehrung der Hohlkastenstege, Verstärkung der Fahrbahnplatte und der unteren Kastenplatte).
Die bestehenden Pfeiler müssen nicht verstärkt werden; die Brückenlager, Geländer und Leiteinrichtungen werden ersetzt. Ebenso werden Abdichtung, Belag und Brückenentwässerung erneuert.
Baustart ab 2028 vorgesehen
Nach unbenütztem Ablauf der Referendumsfrist werden die Beschlüsse rechtskräftig. Der Verfahrensablauf ist mit dem Projekt «Radwegverbindung Oberbüren – Sonnental» koordiniert.
Die öffentliche Planauflage ist im Herbst 2026 vorgesehen, gefolgt von Verhandlungen und der Submission im Frühjahr 2028. Die Brückeninstandsetzung erfolgt halbseitig unter Verkehr in vier Bauphasen in den Jahren 2028 und 2029 mit einer Winterpause (Dezember/Januar).










