Das Schulhaus an der Kirchstrasse 6 in Uzwil, ein Denkmal der frühen Industriellen-Dynastie Naef, wurde aussen erneuert.
Bauarbeiten
Ein Schutzhelm eines Bauarbeiters. (Symbolbild) - pixabay

Wie die Gemeinde Uzwil berichtet, findet sich historisch bedeutende Bausubstanz findet Uzwil nicht an jeder Ecke. An einem Ort schon: Im Bereich der Kirchstrasse hat die frühe Industriellen-Dynastie Naef markante Spuren hinterlassen. Eine davon ist das Schulhaus an der Kirchstrasse 6. Es wurde nun aussen erneuert.

Die Bauzeiten wurden nach Möglichkeit in die Ferienzeit gelegt

Schule braucht Infrastruktur. 15 Kindergärten, vier Schuleinheiten der Primarschule, zwei Oberstufenzentren sind die Basis, um die rund 1'600 Schülerinnen und Schüler zu beschulen. Und wie alle Gebäude altern auch Schulhäuser.

Wenn immer möglich legt Uzwil die Erneuerungen in die Ferienzeit, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. So war es auch dieses Jahr.

Der Kindergarten Taaholz erhielt in den Sommerferien neue Gruppenräume und eine Pausenplatzüberdachung, im Oberberg in Henau stand eine weitere Etappe der Korridorsanierung an, die Garderobe wurde erneuert. Aufwändigste Sanierung aber war die Erneuerung der Gebäudehülle des historischen Schulhauses an der Kirchstrasse 6.

Intensive Arbeiten am Boden und Dach der Schule

In den Frühlings- und Sommerferien – und für ruhige Arbeiten auch dazwischen – wurde dort intensiv gearbeitet. Dach und Estrichboden wurden gedämmt, die Fenster erhielten neue Dichtungen, Storenkästen wurden gegen den Wind abgedichtet und zusätzlich gedämmt, zu kleine Heizkörper sind durch passende ersetzt.

Diese Massnahmen reduzieren den Energiebedarf und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Ein weiterer Schwerpunkt der Sanierung war, dem Gebäude möglichst viel von seinem Charme und seiner Würde zurückzugeben.

So wurden die prägenden Natursteinelemente an den Fassaden behutsam saniert. Das angehängte Vordach im Eingangsbereich wurde entfernt, die ursprüngliche Eingangsnische wieder ausgebildet und die Haustüre nach innen versetzt.

Arbeiten aus denkmalpflegerischen und klimatischen Gründen

Alle Arbeiten erfolgen in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. Gleichermassen aus denkmalpflegerischen wie klimatischen Gründen wurde die Anzahl Dachflächenfenster des Gebäudes reduziert, die neuen Dachfenster sind mit hochwirksamen Wärmeschutzgläsern ausgestattet.

Und schliesslich erhielt die Fassade einen neuen Anstrich. Zum stimmigen Gesamtbild trägt auch bei, dass getreu dem historischen Vorbild wieder zwei Bäume den Eingangsbereich abrunden. Es sind nebenbei Felsenbirnen, ihre Früchte sind essbar.

Raumnot ist sichtbar, ab 2025 soll die Anlage vergrössert werden

Ebenfalls über die Sommerferien entstand in der Schulanlage Herrenhof zusätzlicher Raum. Ein zusätzlicher Pavillon aufgestockt auf den schon bestehenden. Die Schülerzahlen steigen.

Ab 2025 soll deshalb mit grossem finanziellem Einsatz die Schulanlage Herrenhof erweitert werden. Provisorien helfen, die Zeit bis dahin zu überstehen. Und so sind denn diese Provisorien sichtbares Zeichen für die Raumnot der Uzwiler Schulen.