Wie die Gemeinde Oberuzwil berichtet, werden die Klassenzimmer der Oberuzwiler Schulen mit 62 Geräten zur Messung der Luftqualität ausgestattet.
Wilerstrasse in Oberuzwil.
Wilerstrasse in Oberuzwil. - Nau.ch / Simone Imhof

Für die Oberuzwiler Schulen werden 62 Geräten zur Messung der Luftqualität in den Schulzimmern angeschafft. Aerosole in der Luft können Krankheiten übertragen. Dies ist seit Jahren bekannt, ist seitens der Wissenschaft unbestritten und hat in der Corona-Pandemie eine besondere Aktualität erhalten.

Der Kanton St. Gallen begrüsst den Einsatz von CO2-Messgeräten. «Diese geben Hinweise, wann ein Schulzimmer bei laufendem Unterricht gelüftet werden soll. Die Beschaffung von CO2-Messgeräten liegt in der Zuständigkeit der kommunalen Schulträger», schreibt das Bildungsdepartement.

Die Lehrpersonen wurden deshalb angehalten, die Schulräumlichkeiten rund alle 20 Minuten zu lüften. Die Messgeräte unterstützen regelmässiges Lüften und kosten insgesamt rund 7'500 Franken.

Details zum Schutzkonzept

Um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern, werden Massnahmen kombiniert. Während jede Massnahme einzeln keinen kompletten Schutz bietet, können verschiedene Massnahmen zusammen das Risiko einer Ansteckung deutlich reduzieren.

Deshalb schreibt das Schutzkonzept den Schulen unter anderem vor, Abstand zu halten und die Hände regelmässig gründlich zu waschen. Bei schlechter Luft muss gelüftet werden, um den Aerosolanteil zu verringern und die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung zu reduzieren. Frische Luft im Schulzimmer ist auch wichtig, um konzentriert lernen zu können.

Über die Messgeräte

Fünf bis zehn Personen stossen jede Stunde einen Kubikmeter Kohlendioxid aus. Der Einsatz von CO2-Messgeräten ist in jenen Räumen sinnvoll, in denen sich mindestens zehn Personen während einer Lektion aufhalten.

Das bedeutet, dass nebst den Klassenzimmern auch Therapie- und Gruppenräume sowie Musikräume und Turnhallen mit CO2-Messgeräten ausgestattet werden. Die Hauptanforderung an die Messgeräte ist, rechtzeitig auf die sich verschlechternde Raumluft hinzuweisen.

Die Beobachtung und die Wahrnehmung der Raumluftqualität durch die Lehrperson sind die unerlässliche Bedingung für ein korrektes Handeln und das notwendige Lüften. Die Messgeräte unterstützen sie dabei.

Kältere Jahreszeit

Im Sommerhalbjahr ist das regelmässige und kräftige Lüften einfacher und angenehmer als in der Heizperiode. Der Gemeinderat hat deshalb den Leiter Volksschule im Herbst beauftragt, in einem Pilotbetrieb in allen Schulanlagen verschiedene Gerätetypen evaluieren zu lassen.

Die Evaluation hat die Notwendigkeit für den Einsatz von CO2-Messgeräten bestätigt und nützliche Hinweise auf die zu beschaffende Gerätetypen und die benötigte Anzahl gegeben.

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