Der Degersheimer Gemeinderat hat die Legislaturziele definiert. Einige Vorgaben wurden konkretisiert.
Gemeinde Degersheim
Gemeinde Degersheim. - Gemeinde Degersheim

Am 1. Januar 2021 hat die Legislatur 2021 bis 2024 begonnen. Mittlerweile hat der neu zusammengesetzte Gemeinderat an einer Klausurtagung seine Visionen ergänzt und daraus die Legislaturziele abgeleitet.

Wer sich zur Wahl in ein politisches Gremium stellt, macht dies kaum ohne eine gewisse Vorstellung darüber, was sie oder er im angestrebten Amt erreichen möchte. Aus diesem Grund ist es wichtig, gleich zu Beginn einer neuen Legislatur die Visionen des neu zusammengesetzten Rates abzugleichen und gemeinsame Ziele zu definieren. Der Gemeinderat hat sich dafür einen ganzen Tag Zeit genommen und an einer Klausurtagung Mitte August die Vision Degersheim 2030 überarbeitet und in einer Aufgabenplanung konkrete Projekte definiert.

Kein Richtungswechsel

Jedes Gemeinderatsmitglied präsentierte zu Beginn der Klausurtagung seine Vorstellungen darüber, wie sich die Gemeinde Degersheim in der nahen Zukunft entwickeln soll. Schnell wurde klar, dass der Rat in vielen Punkten übereinstimmte und auch von bereits beschrittenen Weg nicht abweichen will.

Dennoch wurden teils Formulierungen im Strategiepapier „Degersheim 2030“ eingehend diskutiert und geringfügig angepasst. Gerade im Bereich der Finanzen wurden die Visionen sogar mit Vorgaben betreffend Steuerfuss und Entschuldung konkretisiert. Bei gleichzeitiger Reduktion der Nettoverschuldung um einen Fünftel soll der Steuerfuss soll bis 2030 auf 130 Steuerprozente gesenkt werden.

Bereits viel erreicht

Bei der Überarbeitung von «Degersheim 2030» durfte der Gemeinderat erfreut feststellen, dass bei vielen Visionen bereits eine gute Basis besteht, auf welcher aufgebaut werden kann. Ebenfalls stellt er fest, dass viele Ziele aus der Vorgängerversion «Degersheim 2020» umgesetzt werden konnten oder diese auf gutem Wege sind.

«Dennoch gilt es realistisch zu bleiben und die Grenzen des Machbaren nicht zu überschreiten», erklärt Gemeindepräsidentin Monika Scherrer. «Denn neben Projekten, welche eine Gemeinde verwirklichen möchte, ist sie immer auch mit Aufgaben befasst, welche ihr durch den Kanton aufgetragen werden».

Ziele und Massnahmen

Das Strategiepapier «Degersheim 2030» ist in neun Teilbereiche gegliedert, für welche mindestens je ein Ziel definiert wurde. Für die Erreichung der Ziele sind jeweils verschiedene Massnahmen festgehalten.

Diese Massnahmen hat der Gemeinderat in einer Aufgabenplanung als Projekte konkretisiert, welche er in naher Zukunft angehen will. Als nächster Schritt werden die finanziellen und personellen Ressourcen geprüft und anschliessend ein Zeitplan ausgearbeitet.

Während die Aufgabenplanung dem Gemeinderat als internes Arbeitsinstrument dient, können die Visionen auf der Gemeindehomepage in der Rubrik «Politik -> Strategie» eingesehen werden.

Inputs aus der Bevölkerung

Mit einer kleinen Umformulierung im Einleitungstext bringt der Gemeinderat zum Ausdruck, dass ihm das Miteinander wichtig ist. Entsprechend freut er sich auch darüber, wenn die Bevölkerung ihre Ideen und Visionen aktiv mitteilt. Anregungen werden auf der Gemeinderatskanzlei gerne entgegengenommen.

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