Ukrainischen Flüchtlingen steht in Luzern seit 24. April 2022 ein Kulturzentrum zur Verfügung. «Prostir» bietet den Vertriebenen Platz für Begegnungen an.
Friedenstaube Ukraine.
Eine Taube fliegt vor der ukrainischen Flagge im Zeichen des Friedens. - Pixabay

Das Kulturzentrum im Luzerner Stadtteil Reussbühl ist am Sonntag, dem Tag des orthodoxen Osterfests, eröffnet worden. Untergebracht ist es im ehemaligen Schwesternhaus, das sich beim Altersheim Staffelnhof befindet und das heute unter dem Namen Kunst-Box als Wohn- und Atelierhaus für Musik- und Kunststudierende dient.

«Prostir» (Raum) hat das Ziel, den Flüchtlingen aus der Ukraine Raum zum Leben ihrer kulturellen Identität zu geben. Im Haus habe es Platz für Begegnungen, für Musik- und Tanzateliers und für eine ukrainische Bibliothek, teilte das neue Kulturzentrum zur Eröffnung mit.

Prostir will auch Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche durchführen. Auf dem Programm stehen in den nächsten Wochen eine Dampferfahrt auf dem Vierwaldstättersee, auf der der Kapitän persönlich den Gästen sein Schiff zeigen wird, oder eine Besichtigung des Kunstmuseums «Sammlung Rosengart» in Luzern. Angeboten wird auch ein Schulferienprogramm.

Der Treffpunkt wird von einer Ukrainerin geleitet

Der neue Treffpunkt für die Kriegsvertriebenen ist jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag nachmittags geöffnet. Geleitet wird er von Ljuba Sumilina. Sie stammt aus Cherson in der Ukraine und studierte in Luzern Musikpädagogik und -performance.

Unterstützt wird Sumilina unter anderem vom Grünen Kantonsrat und Kulturunternehmer Urban Frye. Frye leitete früher Festivals wie Alpentöne oder Rose d'Or und initiierte etwa das Wohn- und Atelierhaus Kunst-Box, in dem nun Prostir untergebracht ist.

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