Emmen: Schmid Jungbürgerstiftung feiert 20-jähriges Jubiläum

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Emmen,

Wie die Gemeinde Emmen meldet, fördert die Schmid Jungbürgerstiftung Emmer im Alter zwischen 12 und 30 Jahren in Bereichen Beruf, Sport, Kunst oder Kultur.

Jugendliche
Jugendliche (Symbolbild). - Pixabay

«Als Unternehmer trägt man eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber», hält Hans Schmid fest und man spürt sofort, dass diese Überzeugung sehr tief in ihm verankert ist.

Hans Schmid ist Gründer der Schmid Bau- und Immobilien-Gruppe mit Sitz in Ebikon, die heute mehr als 530 Mitarbeitende beschäftigt.

Aufgewachsen in einfachsten finanziellen Verhältnissen in Emmen, hat er sich vom gelernten Maurer über den diplomierten Baumeister bis zum erfolgreichen Unternehmer hochgearbeitet.

«Obwohl meine Kindheit und Jugend geprägt von viel Arbeit und wenig Geld war, war sie gut.», sagt Schmid rückblickend.

Der Gesellschaft etwas zurückzugeben

Und daher rühre seine Dankbarkeit gegenüber der Gemeinde Emmen. Seit jeher habe er Emmen als fortschrittliche Gemeinde wahrgenommen.

Hans Schmid hätte gerne die Kanti besucht, was aus finanziellen Gründen jedoch nicht möglich war.

So waren schliesslich die neu eröffnete Sekundarschule Gersag und eine Lehrstelle in einer Emmer Firma richtungsweisend für seinen späteren Erfolg.

In schwierigen Zeiten habe er sich selbst versprochen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, wann immer er etwas übrighat.

Bildung als wertvollstes Gut

Dass er sein Versprechen eingehalten hat, versinnbildlichen die Schmid Jungbürgerstiftung und die Sozialcharta der Schmid Unternehmensstiftung.

Er sei voll und ganz überzeugt von den Werten seiner Stiftungen. «Diese Grundhaltung liegt bei mir tief.»

Soziales Engagement als Lebenseinstellung könne man niemandem auferlegen.

Bildung sei ein wertvolles Gut, welches einem niemand mehr nehmen kann und welches man in Form von Weiterbildungen permanent ausbauen sollte.

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Genau bei dieser Problematik setzt die Schmid Jungbürgerstiftung an. Sie fördert Emmer im Alter zwischen 12 und 30 Jahren in den Bereichen Beruf, Sport, Kunst oder Kultur.

So zum Beispiel unterstützt die Stiftung Weiterbildungen, die Finanzierung von Trainingslagern oder Musikinstrumenten.

Er erzählt, wie es dazugekommen ist, dass er 2003 die Schmid Jungbürgerstiftung gegründet hat: «Gleichzeitig mit dem 25-jährigen Jubiläum meiner Unternehmung durften wir mit dem Abschluss der Bauarbeiten des Fachmarktes Meierhöfli aussergewöhnliche Erfolge feiern.»

Die Grösse und Komplexität des Auftrages sei eine Herausforderung gewesen – der Stolz nach der Fertigstellung umso grösser: «Geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude. Deshalb habe ich den Projekterfolg zum Anlass genommen, die Schmid Jungbürgerstiftung in Emmen zu gründen.»

Gemeindepräsidentin ist Mitglied im Stiftungsrat

Seit nunmehr 20 Jahren profitieren jährlich im Schnitt 15 Personen aus Emmen von gezielten materiellen Unterstützungs- und Förderangeboten.

«Die Stiftung leistet einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Integration in der Gemeinde», betont Gemeindepräsidentin Ramona Gut.

Sie selbst ist Mitglied im Stiftungsrat und weiss deshalb um die Bedürfnislage von Menschen in knappen finanziellen Verhältnissen.

Zwischen Stuhl und Bank

Der Name der Stiftung beruht auf den wegweisenden Jungbürgerbäumen, die während 13 Jahren das Ortsbild des Meierhöfli-Quartiers geprägt hatten.

Durch die Fundamente des Bauvorhabens für den Fachmarkt Meierhöfli wären die Wurzeln der Bäume beschädigt worden, weshalb diese gefällt und eine adäquate Ersatzbepflanzung vorgenommen werden musste.

Seither haben junge Menschen aus Emmen mit kleineren oder grösseren Nöten die Möglichkeit, finanzielle Hilfe der Stiftung in Anspruch zu nehmen.

Fehlende Unterstützung seitens der Eltern

Weshalb dies trotz unseres gut organisierten Staates notwendig ist, erklärt der Stiftungsgründer folgendermassen: «In der Reglementierung des Kantons und den Gemeinden gibt es leider immer wieder junge Menschen, die zwischen Stuhl und Bank fallen.»

Man stelle sich eine Situation vor, in der ein junger Erwachsener aufgrund des Einkommens der Eltern keinen Anspruch auf Stipendien hat, die Eltern ein Studium finanziell jedoch nicht unterstützen.

Die Leute schätzen das Angebot nach wie vor

Es gäbe viele verschiedene Lebenssituationen, die Hilfe verlangen, welche durch die Behörden nicht gedeckt sei.

Manchmal würden die Gesuche an die Stiftung auch über das Sozialamt gemacht.

Dem pflichtet Gemeindepräsidentin Ramona Gut bei.

Sie würdigt das langjährige Bestehen der Stiftung und weiss: «Die Leute schätzen das Angebot nach wie vor und nehmen selbst kleinere Zuwendungen mit grosser Dankbarkeit entgegen.»

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