Die Haldenstrasse soll saniert und aufgewertet werden

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Emmen,

Die Haldenstrasse in Emmen zwischen der Bushaltestelle «Untere Wiese» und dem Haldenring soll umfassend erneuert werden. Baustart ist im Frühjahr 2027.

Werkleitung Wasserleitung Kanalisation Sanierung
Werkleitungsarbeiten. (Symbolbild) - Depositphotos

Unter der Haldenstrasse ist einiges in die Jahre gekommen – und auch an der Oberfläche besteht Handlungsbedarf.

Anstatt die verschiedenen Infrastrukturen nacheinander zu erneuern und die Strasse dafür mehrfach aufzureissen, sollen die anstehenden Arbeiten in einem gemeinsamen Projekt gebündelt werden, wie die Gemeinde Emmen mitteilt.

So lassen sich die Bauarbeiten besser koordinieren, Kosten optimieren und die Belastungen für Anwohnende und Verkehr möglichst gering halten.

Neue Abwasserleitungen entlasten die Kanalisation

Auslöser des Projekts ist die geplante Fertigstellung des sogenannten Trennsystems. Heute wird Regenwasser aus den Gebieten Erlenmatte und Obere Wiese in der Haldenstrasse teilweise wieder der Mischwasserkanalisation zugeführt. Künftig soll es separat abgeleitet und in den Augraben geführt werden.

Dafür werden neue Abwasserleitungen erstellt und bestehende Leitungen saniert. Das entlastet die Kanalisation und die Abwasserreinigungsanlage und verbessert gleichzeitig den Gewässerschutz. Auch private Abwasseranlagen im angrenzenden Einzugsgebiet werden untersucht; die jeweiligen Eigentümerschaften erhalten eine Zustandsbeurteilung mit allfälligem Sanierungsvorschlag.

Gleichzeitig ersetzt die Wasserversorgung Emmen die Hauptleitungen aus den Jahren 1961 und 1970. Ebenfalls erneuert werden die Kabelanlagen für die öffentliche Beleuchtung. Die beiden Bushaltestellen «Alp» und «Untere Wiese» werden gemäss Behindertengleichstellungsgesetz hindernisfrei ausgebaut. Beim Standort «Alp» wird zudem der bestehende Personenunterstand ersetzt.

Mehr Platz für Velo, Fussverkehr und Grün

Auch oberirdisch verändert sich die Haldenstrasse. Im westlichen Abschnitt wird die Fahrbahn um rund 60 Zentimeter verschmälert und damit an die Breite des östlichen Strassenabschnitts angeglichen.

Der frei werdende Raum kommt unter anderem der Grünrabatte zugute. Diese wird verbreitert und mit fünf zusätzlichen Bäumen ergänzt. Damit werden Verkehrsflächen entsiegelt und gleichzeitig bessere Voraussetzungen für einen klimaangepassten Strassenraum geschaffen.

Für Velofahrende werden die Radstreifen auf beiden Seiten von heute 1,20 auf 1,50 Meter verbreitert. Eine neue Trottoirüberfahrt beim Betagtenzentrum Alp schafft zudem auch talseitig eine durchgängige Fussgängerverbindung.

Die Anpassungen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und die bereits bestehende Tempo-30-Wirkung im Quartier unterstützen.

Bauarbeiten ab Frühling 2027

Der Projektperimeter reicht von der Bushaltestelle «Untere Wiese» bis kurz vor die Bushaltestelle «Haldenring». Für den verbleibenden Abschnitt bis zur Schulhausstrasse wird derzeit separat ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet. Dessen Umsetzung ist nach aktuellem Stand für 2031/2032 vorgesehen.

Die öffentliche Projektauflage ist für September 2026 geplant. Läuft das Bewilligungsverfahren wie vorgesehen, sollen die Bauarbeiten im März 2027 beginnen und bis Oktober 2028 dauern. Gebaut wird in sechs Hauptetappen. Während der gesamten Bauzeit soll jeweils eine Fahrspur für den Verkehr offen bleiben.

Einwohnerrat entscheidet am 15. September über Projekt und Kredit

Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 3,8 Millionen Franken. Für Kanalisation, Wasserversorgung und den hindernisfreien Ausbau der Bushaltestellen bestehen bereits bewilligte Kredite von zusammen rund 2,6 Millionen Franken. Für den Strassenbau, die Gestaltung des Strassenraums und die öffentliche Beleuchtung beantragt der Gemeinderat dem Einwohnerrat zusätzlich einen Kredit von 1,2 Millionen Franken.

Der Einwohnerrat entscheidet am 15. September 2026 über das Projekt und den Kredit.

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