Wie die Gemeinde Glattfelden informiert, wird sich der Gemeinderat dafür einsetzen, dass die Bevölkerung in diesem Grossprojekt weiterhin eine Stimme hat.
Dorfzentrum Glattfelden - Glattfelden
Dorfzentrum Glattfelden - Glattfelden - Nau.ch / Stephanie van de Wiel
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Das Bundesamt für Energie und die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) haben bekannt gegeben, dass sie ein Bewilligungsgesuch für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle im Gebiet Nördlich Lägern erarbeiten wollen. Die Gemeinde Glattfelden ist im Bereich des Ortsteils Zweidlen ebenfalls ein Teil des Gebiets, in dem das Tiefenlager geplant ist, und damit direkt betroffen.

Die Gesundheit und Sicherheit der Glattfelder hat oberste Priorität

Der Gemeinderat hat grossen Respekt davor, dass Glattfelden die Mitverantwortung für die Realisierung eines Jahrhundertprojektes übernehmen und damit einen Beitrag für die Lösung dieser nationalen Aufgabe leisten soll. Er hat Verständnis, dass die Ankündigung eines Tiefenlagers «vor der Haustüre» bei der Bevölkerung viele Fragen aufwirft und auch Ängste auslösen kann.

Die Gesundheit und Sicherheit der Glattfelder hat für den Gemeinderat oberste Priorität. Er wird den veröffentlichten Bericht zum vorgesehenen Projekt deshalb intensiv studieren, diesen in den kommenden Wochen beurteilen und sieht der Überprüfung durch das Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) mit internationalen, unabhängigen Experten gespannt entgegen. Anschliessend wird er mit dem Bund, den Kantonen, der Nagra und allen weiteren involvierten Gremien das Gespräch suchen und eine Klärung der offenen Punkte einfordern.

Als direkt betroffene Gemeinde wird sich Glattfelden zusammen mit den Nachbargemeinden dafür einsetzen, dass das Bundesamt für Energie und die Nagra die Partizipation weiterführen und die Bevölkerung in der Region Nördlich Lägern in diesem Grossprojekt weiterhin eine Stimme hat.

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