Wie die Gemeinde Eglisau bekannt gibt, ist Patric Saurenmann mit der Einzelinitiative zum Bau eines öffentlichen Pumptracks an die Gemeinde getreten.
Pumptrack
Symbolbild Pumptrack - KEYSTONE/Christian Beutler

Patric Saurenmann ist mit einer Einzelinitiative zum Bau eines öffentlichen Pumptracks für die Bevölkerung durch die Gemeinde Eglisau an den Gemeinderat gelangt. Der Gemeinderat soll damit verpflichtet werden, ein Projekt auszuarbeiten und den Stimmberechtigten vorzulegen, so die Gemeinde Eglisau.

Ein Pumptrack ist ein Rundkurs und besteht aus Wellen und Steilwandkurven. Gefahren wird mit Mountainbikes, BMX Rädern, Kinderfahrrädern, Laufrädern, Scooter, Skateboard und sogar Inline-Skates. Ziel ist es, auf dem Rundkurs weder zu treten noch zu bremsen und nur durch das Strecken von Armen und Beinen Geschwindigkeit aufzubauen und das Tempo so in die Kurven mitzunehmen. Der nötige Schwung wird dabei durch geschicktes Verlagern des Körpergewichts und eine «Pump»-Bewegung erzeugt.

Keine Anlage für Jugendliche in der Umgebung

«Ein Pumptrack ist eine moderne Anlage zur Ausübung eines vielseitigen Sports für Klein und Gross. In der näheren Umgebung gibt es keine solche Anlage. Ein Pumptrack ist auch eine sinnvolle Begegnungszone für Jugendliche in jedem Alter. Durch den Verein Pumptrack Rafzerfeld wurde ein komplettes Konzept inkl. Finanzierung ausgearbeitet, jedoch von den Gemeindebehörden nicht unterstützt. Auch aufgrund der durchgeführten Unterschriftensammlung bin ich überzeugt, dass eine solche Anlage ein Bedürfnis eines beachtlichen Teils der Bevölkerung darstellt.»

Tatsächlich kann auch aus der Sicht des Gemeinderates eine Pumptrack-Anlage ein interessantes Freizeitangebot für die Bevölkerung darstellen. Pumptrackfahren fördert spielerisch räumliche Koordination und Gleichgewichtssinn, stärkt Herz und Kreislauf und steigert Fahrkompetenz und Sicherheit im Strassenverkehr. Dank der Eignung für sämtliche Alters- und Nutzergruppen werden Pumptracks oftmals zu Orten der Begegnung und tragen so auch zur sozialen Entwicklung einer Gemeinde bei. Die Kosten für den Bau einer Pumptrackanlage dürften sich zwischen Fr. 200‘000.- und Fr. 300‘000.- bewegen, wobei in dieser Summe weder Unterhaltskosten noch Landpreis oder Erschliessungskosten eingerechnet sind.

Pumptracks werden unterstützt

Das kantonale Sportamt unterstützt im Moment Pumptracks mit 30 % der Baukosten bis maximal Fr. 70‘000.-. Der Flächenbedarf für ein solches Projekt beträgt je nach Ausgestaltung rund 1’000 bis 1'500 Quadratmeter. Die Gemeinde und die Schule verfügen über kein geeignetes Grundstück und der Gemeinderat erkennt grosse Schwierigkeiten darin, in Eglisau ein geeignetes Grundstück zu vernünftigen Konditionen zu finden. Der Erwerb eines Grundstückes kann – je nach Standort – die Projektkosten um ein Vielfaches in die Höhe treiben.

Aufgrund der unsicheren Finanzlage und der anstehenden Investitionen in den kommenden Jahren müssen die Prioritäten auf die Kernaufgaben der Gemeinde gelegt werden. Dies betrifft neben den Investitionskosten insbesondere auch den jährlich wiederkehrenden Betriebsaufwand der Anlage. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben mit dem Verzicht auf die Steuerfusserhöhung per 2021 ein entsprechendes Zeichen gesetzt. Die vom Initianten vorgeschlagene Verwendung der ZKB-Jubiläumsdividende kann nur einen Teil dieser Kosten abdecken. Dem Gemeinderat wurden zudem diverse weitere Vorschläge unterbreitet, wie dieses Geld eingesetzt werden soll.

Die Initiative wird an der Gemeindeversammlung vom 7. September behandelt. Aus den genannten Gründen empfiehlt der Gemeinderat, die Initiative «Bau eines Pumptracks in Eglisau» abzulehnen.

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