Schindler-CEO Thomas Oetterli muss im neuen Jahr zwei Ämter unter einen Hut zu bringen. Im April 2022 wird er den Verwaltungsratsvorsitz des St. Galler Metallverarbeiters SFS übernehmen.
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Der Luzerner Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler. - Keystone

Im Interview mit den Zeitungen von «CH Media» am Montag betonte er jedoch, dass die Arbeit als Schindler-CEO für ihn weiterhin an erster Stelle komme. Das neue Amt bedeute für ihn mehr Arbeit am Abend und am Wochenende, was zu Lasten der Freizeit und Familienzeit gehe. Dennoch sieht er das Amt auch als eine Bereicherung.

Im Interview plädiert Oetterli zudem für eine stärker verdichtetes Bauen in der Schweiz. Hochhaustürme seien für viele Menschen attraktiv. Für Schindler ist dies kommerziell jedoch nicht entscheidend: Da die Schweiz über die grösste Lift-Dichte in Europa verfügt, brauche es für Schindler jedoch keine 100 neuen Wolkenkratzer. Allein die Erneuerungsbauten seien für Schindler ein gutes Geschäft, sagte Oetterli weiter.

Aktuell ist für Oetterli die Übernahme eines grossen Mittbewerbers kein Thema. Schon vor Jahren habe sich das Unternehmen dagegen entschieden. Allein schon aus Wettbewerbsgründen sei eine Fusion zudem schwierig, betonte er weiter. Zudem würde der starke Wettbewerb die Innovationen auch bei Schindler befeuern.

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