Kronenplatz öffnet seine historischen Türen
Am 7. März 2026 öffnet Dietikon die historischen Gebäude Kronenplatz 8 und 10. Besucher erhalten Einblicke in Sanierung, Geschichte und zukünftige Nutzung.

Wie die Stadt Dietikon berichtet, konnte die Sanierung des Wohnhauses am Kronenplatz 10 Ende Januar fertiggestellt werden, der Kronenplatz 8 (alte Metzg) befindet sich noch im Originalzustand.
Am Samstag, 7. März 2026 werden die beiden historischen Gebäude der Öffentlichkeit an einem Tag der offenen Tür zugänglich gemacht. Die Sanierungsarbeiten im Kronenareal schreiten voran; Ende Januar konnte die Sanierung des Wohnhauses am Kronenplatz 10 abgeschlossen werden.
Die alte Metzg am Kronenplatz 8 soll folgen. Davor erhalten die Bevölkerung und Interessierte die Möglichkeit, diese beiden Gebäude zu besichtigen. Am Samstag, 7. März 2026 werden sie der Bevölkerung von 13 – 15 Uhr frei zugänglich sein.
Ausstellung im ehemaligen Ladenlokal
Um 13 Uhr informieren im ehemaligen Ladenlokal der alten Metzg Stadtrat Anton Kiwic, Vorsteher Hochbauabteilung, sowie Peter Baumgartner, Leiter Hochbauabteilung, und Daniela Saxer, Leiterin Baumanagement, über das Kronenareal, die ausgeführten Arbeiten und das weitere Vorgehen.
Eine begleitende Ausstellung zu den Bauten sowie zum aktuellen Stand der Entwicklung auf dem Kronenareal findet ebenfalls im ehemaligen Ladenlokal statt.
Zwei wichtige Zeitzeugen
Die beiden Gebäude am Kronenplatz 8 und 10 gehen in ihren Grundstrukturen auf die Zeit um 1688 zurück und wurden als Metzgerei und als Waschhaus durch das Kloster Wettingen errichtet. Sie sind wichtige Zeitzeugen der Entwicklung von Dietikon und befinden sich heute im kommunalen Inventar der Denkmalpflege.
Das vom Kronenplatz etwas zurückversetzte Gebäude am Kronenplatz 10, das ehemalige Waschhaus, diente bis in die 1920er-Jahre einer rein gewerblichen Nutzung. Erst Mitte der 1920er-Jahre wurde im Obergeschoss eine Wohnung eingebaut, welche um 1985 stark saniert und damit auch überformt wurde.
Entsprechend wenig wertvolle Originalsubstanz konnte im Innern sichergestellt werden. Der Räucherofen im Erdgeschoss ist jedoch ein aussagekräftiger Zeuge der einstigen gewerblichen Nutzung.
Wohnungen, Geschichte und nachhaltige Nutzung
Heute, nach der Sanierung von 2025, umfasst das Gebäude zwei Wohnungen: Eine kleinere Erdgeschosswohnung sowie eine Maisonnettewohnung. Erstere trägt den gewerblichen Charakter in der Gestaltung in sich, die zweite erstreckt sich über drei Geschosse vom Erd- bis ins Dachgeschoss.
Die alte Metzgerei am Kronenplatz 8 hingegen ist eine wahre Wunderkammer; anhand von Täfer, Tapeten, Marmor und handgemaltem Nussbaumtäfer lässt sich die bewegte Nutzungszeit Schicht um Schicht verfolgen. Das Gebäude steht kurz vor der Sanierung.
Der Kronenplatz 8 macht damit auch deutlich, dass Re-Use und Kreislaufwirtschaft keine Erfindungen der heutigen Zeit sind – im Gegenteil: Die zahlreichen Schichten und Überformungen im Gebäude zeigen, dass in früheren Zeiten Baumaterial wertvoll und zum Teil schwer zu beschaffen war.
Sanierung mit historischem Flair
Dementsprechend versuchte man jegliches vorhandenes Material wiederzuverwenden. Dieses Prinzip wurde nun auch für die Sanierung der Liegenschaft am Kronenplatz 10 angewendet: Dachziegel, Holzbalken, Holzdielen, Türen, Sanitärartikel und Handläufe stammen entweder aus dem Gebäude selbst, aus den kürzlich sanierten Gebäuden «altes Bauamt» und der Zehntenscheune oder aus weiteren Gebrauchtbeständen.
Entstanden ist ein Bauprojekt, welches in energetischer Hinsicht und in Bezug auf Komfort ein modernes Wohnhaus ist, welches jedoch in Teilen seine eigene und die Geschichte des Dietiker Zentrums weitererzählt.






